This Is It

Alben von Michael Jackson

Empfohlen von

  • Dieser Artikel wurde noch nicht empfohlen.

Diesen Artikel bei Facebook empfehlen:

Tags

1 Link zu diesem Artikel

  • Google
    21 Klicks
Wer war der Mensch hinter der Maske? Dies klärt auch der letzte Film über den King Of Pop nicht, sondern zeigt uns den Entertainer, der seinen Titel bis zuletzt verteidigt.

Das war es also, Michael Jackson ist Geschichte. This Is It. Aber wie war es denn eigentlich? Antwort auf diese Frage gibt die Dokumentation über die Proben zu Michael Jacksons geplantem Comeback kaum. Wer erwartet hat, in diesem Film über die letzte Wochen vor seinem Tod die Privatperson Michael Jackson kennen zu lernen oder einen Einblick hinter die Kulissen zu bekommen, wird wohl eher enttäuscht werden. Keine beeindruckenden Reden, keine privaten Geheimnisse und auch keine neuen Songs des verstorbenen King Of Pop.

Stattdessen jedoch das beeindruckende Bild eines Mannes, der bis zum Ende für die Perfektion seiner Darbietung lebte, detailverliebt und diszipliniert, zerbrechlich und faszinierend zugleich. Ein vom Showbusiness gebeutelter Star, der trotz allem seine Liebe zur Bühne nicht verlor - immer mit unglaublicher Hingabe und Freude bei der Sache. Der seine Inszenierung bis ins kleinste plante und eine echte Inspirationsquelle war. Ein Produkt für Show und Massenmedien.

In knapp zwei Stunden werden die Proben zu seinen größten Hits wie Beat It, Black or White, Thriller, Smooth Criminal, Man In The Mirror oder Can't Stop Loving You gezeigt. Michael Jackson ist nach wie vor nicht nur der King Of Pop, sondern auch der King Of Dance – seine 20jährigen Backgroundtänzer stellt er ohne Probleme in den Schatten – eigentlich hätte er diese gar nicht nötig, denn selbst auf der halb aufgebauten, improvisierten Bühne und in Ed Hardy Jogginghose zieht Jacko alle in seinen Bann. Die Faszination, die von diesem fragilen, bescheidenen Mann ausgeht ist ungebrochen.

Die imposante Bühnenshow mit Pyrotechnik, Licht- und Schattenspielen, eigens dafür gedrehten Filmsequenzen und Animationen ist nicht halb so beeindruckend wie MJ selbst. Mit stoischer Ruhe spielt er seine Performance ab, erklärt den Musikern, wie sie ihre Instrumente zu spielen haben und lässt Tänzer wie Lichttechniker in einer Euphorie zurück, die im Normalfall nur ein Lottogewinn auslöst. Auch stimmlich scheint er nichts von seinem Können eingebüßt zu haben. Meint man, denn ob in diesem Falle nicht die Tontechniker von Sony am Werk waren und das Filmmaterial später mit bereits vorhandenen Aufnahmen versehen haben, bleibt fraglich. Etwas zu perfekt scheint die Stimme Jacksons, der in der Vergangenheit des öfteren auch mal patzte. Ein gigantisches Spektakel voll Energie und etwas, das noch nie da gewesen war, wollte Jacko seinen Fans zum Abschied bieten.

Grenzen überschreiten, so einer der Musiker im Film, „that's what Michael's about.“ Das stimmt in jeder Hinsicht. Die Comeback Shows in London wären jedenfalls sensationell geworden. Das kann man jetzt, der Situation entsprechend, beruhigt sagen. Wie Jackson bei der Ankündigungsrede in London dazu meinte:„This is the final curtain call.“ Wie Recht er damit hatte.

Juliane Sondermeyer



Share/Bookmark

Eatthatfrog
Eatthatfrog vor 955d 20h 

 Erst einmal möchte Ich mich für die freundliche, nette, sachliche Antwort bedanken. 

Ich hab auch an Produkten der Musikbranche Spaß bei denen Ich weiß, dass sie nicht die Wahrheit vermitteln, doch bei diesen Film, allgemein alles um M.J., kommt mir falsch und geheuchelt vor. Der Menschheit mangelt es daran Realität und Medienwirklichkeit zu unterscheiden und da finde Ich es einfach schade, dass manche Dinge in den heutigen Medien nicht kritischer betrachtet werden. Zugegeben die Intro hat meiner Meinung nach ein bisschen übertrieben.

Ich bezweifele nicht, dass bei diesem Film Emotionen geschürt werden, schließlich war er auch einer der großartigsten Entertainer der Welt und der Job eines Medienunternehmen ist es Menschen zum Mitfühlen zu bringen.

Ich habe den Film nicht gesehen, deshalb halte Ich mich mit weiteren Äußerungen zurück, alles andere wäre unsachlich.

antworten

juliane.sondermeyer
juliane.sondermeyer vor 955d 21h 

Ich habe den Artikel vom Intro auch gelesen, noch bevor ich selbst "This Is It" gesehen hatte - danach stellte sich mir allerdings die Frage, was denn jetzt eigentlich in diesem Film gezeigt wird. Klar ist diese Auseinandersetzung kritisch - sie hat jedoch wenig mit dem Film an sich zu tun und bezieht sich auf den ganzen restlichen Pressezirkus, den Tod MJs allgemein und schließlich auf den gesamten Musikjournalismus. Darum geht es in "This Is It" jedoch nicht. Ich bin auch kein Fan von dieser ganzen Vermarktungsgeschichte und der riesigen Geldgeilheit die da dahinter steckt, aber mir ging es hier um den Inhalt und dieses letzte Bild, das von Michael Jackson gezeigt wird. Und das hat bei mir - wovon ich selbst erstaunt war, da ich nie großer Fan oder Bewunderer war - einen positiven Eindruck hinterlassen. Hier kann man natürlich wieder daran zweifeln, wie viel davon echt, was geschönt war und welche Teile rausgeschnitten wurden. Aber mal ehrlich - würde man da immer über alles genau Bescheid wissen, so glaube zumindest ich, hätte man an vielen Produktionen (ob in Film oder Musik) einfach keinen Spaß mehr. Wenn die Bilder von Kate Moss in der Vogue retuschiert werden, regt das auch niemanden auf - warum dann also, wenn da ein bisschen an Jackos Stimme gedreht wurde?

antworten

Eatthatfrog
Eatthatfrog vor 956d 5h 

 http://www.intro.de/news/newsfeatures/23057369/die-wahrheit-this-is-it-michael-jackson-superstar

 

Ich hätte mir einen kritischeren Artikel gewünscht. Michael Jackson war ein Produkt für Show und Massenmedien, wie es in Ihrem Artikel steht. Dieses Produkt wird jetzt nicht nur bis zum Ende (sein Tod) ausgeschlachtet - sondern auch noch weiter.

antworten

Kommentar schreiben

Dein Name:
Bitte den nebenstehenden Sicherheitscode hier eingeben: