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Milow
Milow: Milow
Ein Mittzwanziger zieht mit melodischem Songwritertum melancholische Bilanz über sich und seine Generation - ein Konzept, dass ihn in seiner belgischen Heimat längst zum Superstar machte. Jetzt nimmt sich Milow dem Rest der Welt an.

"Ayo Technology" schallt es aus den Fernsehern und Radios. Dazu bügelt Mutti die Hemden, wechselt Vati die Sommerreifen und der Sohn googelt gerade die Akkorde - Milow ist derzeit mit seiner Cover-Version des kaum verjährten 50 Cent-Titels in den Medien präsent, wie kaum ein anderer Singer/Songwriter. Dabei drängt sich nicht nur durch seine Musik, sondern auch sein Äußeres der Vergleich zu Jack Johnson auf. Doch dieses Bild trügt. Milow kommt wesentlich melancholischer daher und "Ayo Technology" ist die fröhliche Ausnahme des ansonsten recht schwermütigen neuen Albums.
Milow - Ayo Technology
Der Belgische Songwriter Milow macht sich und die ebenfalls in den Achtzigern Geborenen zum zentralen Punkt seiner melodischen Pop-Songs. Unverblümt, ja sogar ernüchternd bis pessimistisch wirkt die Philosophie des Mittzwanzigers. In "You don't know", der Titel der ihm bereits vor zwei Jahren den Durchbruch verschaffte, stellt er sofort klar, dass er das Träumen aufgegeben hat.
Bei "The Priest" hat man es sogar schon fast mit Hoffnungslosigkeit zu tun: "I've seen enough, that's why I know / God left this place a long time ago." "Born In The Eighties" ist zwar ein weniger düsterer Blick auf das Vergangene und Kommende seiner Generation, doch Skeptizismus ist allgegenwärtig.
Viel Optimismus findet sich somit nicht in den Texten Milows. Dafür bettet er in seine Musik, die von Gitarren-Balladen bis zu einigen Folk-Rock-Songs reicht, sehr viel Gefühl und fesselnde Geschichten. Er versteht es, seinen Zweifel und seine Fragen in verträumte harmonische Melodien und eingängige Lyrik umzuwandeln. In seiner Heimat und im englischsprachigen Ausland identifiziert sich ein wachsender jugendliche Fankreis damit.
Ob das deutsche Publikum dem nachdenklichen Milow folgt, wenn das locker leichte 50 Cent-Cover in der Hot-Rotation ausgedient hat, bleibt abzuwarten. Sein selbstbetiteltes zweites Album, das im Wesentlichen ein Best Of seines bisherigen Schaffens darstellt, birgt in jedem Fall das Potential zu mehr als nur einem One-Hit-Wonder.
Kai-Uwe Weser
VÖ: 17.04.2009
Label: Universal
Tracklist:
01. Ayo Technology
02. You Don't Know
03. One Of It
04. Out Of My Hands
05. Canada
06. The Ride
07. Stephanie
08. Coming Of Age
09. The Priest
10. House By The Creek
11. Dreamers And Renegades
12. Herald Of Free Enterprise
13. Darkness Ahead And Behind
14. Launching Ships
15. Born In The Eighties

"Ayo Technology" schallt es aus den Fernsehern und Radios. Dazu bügelt Mutti die Hemden, wechselt Vati die Sommerreifen und der Sohn googelt gerade die Akkorde - Milow ist derzeit mit seiner Cover-Version des kaum verjährten 50 Cent-Titels in den Medien präsent, wie kaum ein anderer Singer/Songwriter. Dabei drängt sich nicht nur durch seine Musik, sondern auch sein Äußeres der Vergleich zu Jack Johnson auf. Doch dieses Bild trügt. Milow kommt wesentlich melancholischer daher und "Ayo Technology" ist die fröhliche Ausnahme des ansonsten recht schwermütigen neuen Albums.
Milow - Ayo Technology
Der Belgische Songwriter Milow macht sich und die ebenfalls in den Achtzigern Geborenen zum zentralen Punkt seiner melodischen Pop-Songs. Unverblümt, ja sogar ernüchternd bis pessimistisch wirkt die Philosophie des Mittzwanzigers. In "You don't know", der Titel der ihm bereits vor zwei Jahren den Durchbruch verschaffte, stellt er sofort klar, dass er das Träumen aufgegeben hat.
Viel Optimismus findet sich somit nicht in den Texten Milows. Dafür bettet er in seine Musik, die von Gitarren-Balladen bis zu einigen Folk-Rock-Songs reicht, sehr viel Gefühl und fesselnde Geschichten. Er versteht es, seinen Zweifel und seine Fragen in verträumte harmonische Melodien und eingängige Lyrik umzuwandeln. In seiner Heimat und im englischsprachigen Ausland identifiziert sich ein wachsender jugendliche Fankreis damit.
Ob das deutsche Publikum dem nachdenklichen Milow folgt, wenn das locker leichte 50 Cent-Cover in der Hot-Rotation ausgedient hat, bleibt abzuwarten. Sein selbstbetiteltes zweites Album, das im Wesentlichen ein Best Of seines bisherigen Schaffens darstellt, birgt in jedem Fall das Potential zu mehr als nur einem One-Hit-Wonder.
Kai-Uwe Weser
VÖ: 17.04.2009
Label: Universal
Tracklist:
01. Ayo Technology
02. You Don't Know
03. One Of It
04. Out Of My Hands
05. Canada
06. The Ride
07. Stephanie
08. Coming Of Age
09. The Priest
10. House By The Creek
11. Dreamers And Renegades
12. Herald Of Free Enterprise
13. Darkness Ahead And Behind
14. Launching Ships
15. Born In The Eighties
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