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Miss Li
Miss Li: Miss Li
In Schweden brachte Miss Li in einem Jahr drei Alben auf den Markt und zählte zu den erfolgreichsten Newcomern. In Deutschland erscheint nun ein Querschnitt ihres Schaffens.
„Rotzfrech klingt sie“, das wird so oft gesagt. Ein eher altmodischer Ausdruck, wie er nur in langweiligen Pressemitteilungen voller Plattitüden vorkommt. Trotzdem passt er perfekt zu Miss Li, sonst würde ich ihn auch nicht anwenden müssen. Ihre Stimme verschmilzt wohl mit keinem anderen Attribut wie diesem so gut. Man muss sich halt nur irgendwie rausreden.
Die Schwedin aus Stockholm macht erfrischend spritzige Musik. Wenn es auch hier um Gefühle geht, so sind sie doch nicht emotional überladen. Sie singt einfach aus ihrem Leben. Als würde man sie fragen „Hey, wie geht’s dir“, und sie würde beginnen „Miss Li“ zu singen.
Miss Li - "Oh Boy"
Sie erzählt viele Geschichten über die Liebe: Ihr Verbleichen (Why don't you love me), ihr Erstarken (High on you) oder ihre Verteidigung (Leave my man alone). Natürlich ist das nicht alles, worüber sich Miss Li Gedanken macht: „Rich men in pretty suits/ Aren't meant to make up all the rules/ When all they really care about/ Is Guns and bombs and bigger boobs.“ Ja, das musste auch mal gesagt werden. Und gerade darin ist Missi Li wirklich gut - zu sagen, was sie denkt.
Ihre Stimme bildet das Egozentrum ihrer Musik. Unglaublich abwechlungsreich, teils röhrend, manchmal sanft und - natürlich „rotzfrech“. Nebenher begleitet sie sich selbst am Klavier. Balladesk ist ihre Musik trotzdem nur selten. Miss Li hatt immer die Unterstützung ihrer Begleitband, die hauptsächlich mit Kontrabass, Schlagzeug, Saxophon und Gitarre arbeitet. Sehr reduziert, sehr natürlich, sehr originell.
Das Ganze klingt dann fast wie ein „Best Of“-Album. Schnelle Jazz-, Blues- und Countrynummern, die sich aber nicht traditionell einordnen lassen, sondern im Kontext „Pop“ verschmelzen, dominieren. Die hippe Musik ist aber eher von kurzer Beständigkeit, da die einzelnen Lieder aufgrund der sparsamen Instrumentierung beim mehrmaligen Hören nicht genug Neues zu entdecken geben. Dafür bieten sie sofort schöne und eingängige Melodien. Miss Li macht mit ihrer unangestrengten authentischen Lebensfreude einfach gute Laune – wenn auch nur für begrenzte Dauer.
Stephan Klingebiel
VÖ: 24.10.08
Label: DevilDuck Records
Tracklist:
1. Oh Boy
2. Let Her Go
3. I'm Sorry,He's Mine
4. Gotta Leave My Troubles Behind
5. Why Don't You Love Me
6. High On You
7. King & Queens
08. Seems Like We Lost It
09. Leave My Man Alone
10. Ba Ba Ba
11. Miss Li
12. Hard Loved Man
13. Don't Try To Fool Me
14. Good Morning
„Rotzfrech klingt sie“, das wird so oft gesagt. Ein eher altmodischer Ausdruck, wie er nur in langweiligen Pressemitteilungen voller Plattitüden vorkommt. Trotzdem passt er perfekt zu Miss Li, sonst würde ich ihn auch nicht anwenden müssen. Ihre Stimme verschmilzt wohl mit keinem anderen Attribut wie diesem so gut. Man muss sich halt nur irgendwie rausreden.
Die Schwedin aus Stockholm macht erfrischend spritzige Musik. Wenn es auch hier um Gefühle geht, so sind sie doch nicht emotional überladen. Sie singt einfach aus ihrem Leben. Als würde man sie fragen „Hey, wie geht’s dir“, und sie würde beginnen „Miss Li“ zu singen.
Miss Li - "Oh Boy"
Sie erzählt viele Geschichten über die Liebe: Ihr Verbleichen (Why don't you love me), ihr Erstarken (High on you) oder ihre Verteidigung (Leave my man alone). Natürlich ist das nicht alles, worüber sich Miss Li Gedanken macht: „Rich men in pretty suits/ Aren't meant to make up all the rules/ When all they really care about/ Is Guns and bombs and bigger boobs.“ Ja, das musste auch mal gesagt werden. Und gerade darin ist Missi Li wirklich gut - zu sagen, was sie denkt.
Ihre Stimme bildet das Egozentrum ihrer Musik. Unglaublich abwechlungsreich, teils röhrend, manchmal sanft und - natürlich „rotzfrech“. Nebenher begleitet sie sich selbst am Klavier. Balladesk ist ihre Musik trotzdem nur selten. Miss Li hatt immer die Unterstützung ihrer Begleitband, die hauptsächlich mit Kontrabass, Schlagzeug, Saxophon und Gitarre arbeitet. Sehr reduziert, sehr natürlich, sehr originell.
Das Ganze klingt dann fast wie ein „Best Of“-Album. Schnelle Jazz-, Blues- und Countrynummern, die sich aber nicht traditionell einordnen lassen, sondern im Kontext „Pop“ verschmelzen, dominieren. Die hippe Musik ist aber eher von kurzer Beständigkeit, da die einzelnen Lieder aufgrund der sparsamen Instrumentierung beim mehrmaligen Hören nicht genug Neues zu entdecken geben. Dafür bieten sie sofort schöne und eingängige Melodien. Miss Li macht mit ihrer unangestrengten authentischen Lebensfreude einfach gute Laune – wenn auch nur für begrenzte Dauer.
Stephan Klingebiel
VÖ: 24.10.08
Label: DevilDuck Records
Tracklist:
1. Oh Boy
2. Let Her Go
3. I'm Sorry,He's Mine
4. Gotta Leave My Troubles Behind
5. Why Don't You Love Me
6. High On You
7. King & Queens
08. Seems Like We Lost It
09. Leave My Man Alone
10. Ba Ba Ba
11. Miss Li
12. Hard Loved Man
13. Don't Try To Fool Me
14. Good Morning
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