Crimes

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Tod, Zerstörung, Wahnsinn - die bisherigen Blood Brothers-Alben waren allesamt ein Paradebeispiel dafür, dass sich auch unfassbare Raserei und völlig durchgeknallte Panik wunderbar in ein musikalisches Gewand pressen lassen. Insofern ist "Crimes" eine mittelschwere Überraschung: Sicher, hier schreien immer noch zwei Typen mit Micky-Maus-Stimmen um die Wette, es gibt weiterhin chaotische und kakophone Gitarrenbreitseiten und die Drums tun immer wieder ihr möglichstes, um auch die letzte Wand zum Einsturz zu bringen. Wie aber auch schon bei Dillinger Escape Plan sind jetzt auch die Blood Brothers eingängigen Harmonien und Midtempo-Parts nicht mehr abgeneigt; es gibt zwischendrin immer wieder wunderschöne Melodien, dramatische Spannungsbögen und atmosphärisch dichte, bewegende ruhige Momente. Das Ganze ist immer noch tausendfach zu extrem, als dass diese Songs urplötzlich im Radio gespielt werden könnten. Dafür gibt es auf "Crimes" aber zahlreiche Hits, die auch in der Punkrock- und Indie-Disco für volle Tanzflächen sorgen dürften - ohne, dass man sich wie bisher dabei Knochenbrüche und komplett ausgerenkte Gliedmaßen holt.

Text: Tito Wiesner

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