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Nada Surf
Nada Surf: The Stars Are Indifferent To Astronomy
Indie-Heroen mit wie immer makellosen Songs, ganz großen Gefühlen, perfekten Melodien – und trotzdem einem nagenden Gefühl der Ratlosigkeit.

(Foto: City Slang)
Ja, sie haben es immer noch drauf. Niemand im bekannten Pop-Kosmos (abgesehen von – sagen wir mal – Teenage Fanclub, aber als aktiv sind die kaum noch zu bezeichnen) schreibt Songs wie Nada Surf. Songs, die bersten vor melodischer Sprengkraft, die Herzschmerz und Glückseligkeit gleichermaßen in sich vereinen, die einen Grund liefern, warum man früh denn doch aufsteht und abends nicht ins Bett findet. Die so sehr "Pop" sind und gleichzeitig das Prinzip "Alternative" in einem endgültigen Maße ad absurdum führen, dass jeder Nachwuchs eigentlich nur noch kapitulieren oder plagiieren könnte.
Aber – und jetzt kommt natürlich das Yang nach dem Ying – "The Stars Are Indifferent To Astronomy" ist das Album, das Nada Surf erstmalig als durch und durch routinierte Musiker darstellt. Als eine Band, die ganz genau weiß, was sie da tut, und die trotzdem irgendwie ratlos erscheint, weil alles, was zu sagen war, schon gesagt wurde. Die deshalb auf absolute Nummer sicher geht und Songs abliefert, die durchweg mit Bewährtem arbeiten, das noch einmal aufarbeiten, was man an Nada Surf lieben muss: die melodische Grundtauglichkeit, die Verpackung von Gefühlen in Popsongs einzigartiger Strahlkraft, das haarscharfe Neben-dem-Zeitgeist-Agieren, die unbedingte Emotionalität.
Nada Surf – "Auf den Dächern"
Mehr Videos vom Dachkonzert und von Nada Surf findet ihr auf tape.tv!
Es sind zehn Sogs, die bei näherer Betrachtung eigentlich nichts von all dem vermissen lassen. Außer, dass man eben glaubt, sie schon einmal gehört zu haben auf einem ihrer früheren grandiosen Alben wie dem 2002er "Let Go". Mit weniger anbiederndem Gitarrenwumms allerdings, viel mehr auf die pure Macht des Songs an sich vertrauend, das Loskrachen auch wirklich nur als Peak benutzend, nicht als permanenten Energieschub, der kein Ersatz für die reine Magie ist, die Nada Surf bis dato ausmachte. Es sind makellose Songs, ja, aber es sind auch Songs, die die Kapitulation vor der Wirkmächtigkeit des eigenen Schaffens in sich tragen. Immer noch besser als 99 Prozent aller Musik, die man in diesem Jahr in Sachen "Indie" hören wird, keine Frage. Aber nach Maßstäben von Nada Surf in seiner Gesamtheit dann doch – und das ist in dieser Welt kein schönes Fazit – ziemlich gewöhnlich.
Augsburg
VÖ: 27.01.2012
Label: City Slang/ Universal
Tracklist:
1. Clear Eye Clouded Mind
2. Waiting For Something
3. When I Was Young
4. Jules And Jim
5. The Moon Is Calling
6. Teenage Dreams
7. Looking Through
8. Let The fight Do The Fighting
9. No Snow On The Mountain
10. The Future

(Foto: City Slang)
Ja, sie haben es immer noch drauf. Niemand im bekannten Pop-Kosmos (abgesehen von – sagen wir mal – Teenage Fanclub, aber als aktiv sind die kaum noch zu bezeichnen) schreibt Songs wie Nada Surf. Songs, die bersten vor melodischer Sprengkraft, die Herzschmerz und Glückseligkeit gleichermaßen in sich vereinen, die einen Grund liefern, warum man früh denn doch aufsteht und abends nicht ins Bett findet. Die so sehr "Pop" sind und gleichzeitig das Prinzip "Alternative" in einem endgültigen Maße ad absurdum führen, dass jeder Nachwuchs eigentlich nur noch kapitulieren oder plagiieren könnte.
Aber – und jetzt kommt natürlich das Yang nach dem Ying – "The Stars Are Indifferent To Astronomy" ist das Album, das Nada Surf erstmalig als durch und durch routinierte Musiker darstellt. Als eine Band, die ganz genau weiß, was sie da tut, und die trotzdem irgendwie ratlos erscheint, weil alles, was zu sagen war, schon gesagt wurde. Die deshalb auf absolute Nummer sicher geht und Songs abliefert, die durchweg mit Bewährtem arbeiten, das noch einmal aufarbeiten, was man an Nada Surf lieben muss: die melodische Grundtauglichkeit, die Verpackung von Gefühlen in Popsongs einzigartiger Strahlkraft, das haarscharfe Neben-dem-Zeitgeist-Agieren, die unbedingte Emotionalität.
Nada Surf – "Auf den Dächern"
Mehr Videos vom Dachkonzert und von Nada Surf findet ihr auf tape.tv!
Es sind zehn Sogs, die bei näherer Betrachtung eigentlich nichts von all dem vermissen lassen. Außer, dass man eben glaubt, sie schon einmal gehört zu haben auf einem ihrer früheren grandiosen Alben wie dem 2002er "Let Go". Mit weniger anbiederndem Gitarrenwumms allerdings, viel mehr auf die pure Macht des Songs an sich vertrauend, das Loskrachen auch wirklich nur als Peak benutzend, nicht als permanenten Energieschub, der kein Ersatz für die reine Magie ist, die Nada Surf bis dato ausmachte. Es sind makellose Songs, ja, aber es sind auch Songs, die die Kapitulation vor der Wirkmächtigkeit des eigenen Schaffens in sich tragen. Immer noch besser als 99 Prozent aller Musik, die man in diesem Jahr in Sachen "Indie" hören wird, keine Frage. Aber nach Maßstäben von Nada Surf in seiner Gesamtheit dann doch – und das ist in dieser Welt kein schönes Fazit – ziemlich gewöhnlich.
Augsburg
VÖ: 27.01.2012
Label: City Slang/ Universal
Tracklist:
1. Clear Eye Clouded Mind
2. Waiting For Something
3. When I Was Young
4. Jules And Jim
5. The Moon Is Calling
6. Teenage Dreams
7. Looking Through
8. Let The fight Do The Fighting
9. No Snow On The Mountain
10. The Future
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kurz und bündig ist ja ganz nett, wie die quintessenz des albums auch herausfordern mag, derartig angebunden empfindet meinereiner jedoch an zu kurzer leine.
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