176 online
- Melt! Festival
- The Shins
- Michael Kiwanuka
- Various Artists
- Die Ärzte
- Santigold
- Tenacious D
- Hot Chip
- Totally Enormous Extinct Dinosaurs
- Greenville Festival
- Simian Mobile Disco
- Young Man
- Here We Go Magic
- Die Selbstkritik der Woche
- Dossier: Echo-Verleihung
- Grimes
- Nicolas Jaar
- MS Dockville
- Marbert Rocel
- Damon Albarn
- Sufjan Stevens
- iamamiwhoami
- We Are Augustines
- Enno Bunger
- Giana Factory
- Tanlines
- IAMDYNAMITE
- Soulsavers
- Best Coast
- Beach House
- Soulsavers
- Beyoncé
- 2Raumwohnung
- Adele
- Abba
- Wizo
- Soko
- Wolf Parade
- SebastiAn
- The Kooks
- 1990s
- Neil Young
- A
- The Ting Tings
- Slipknot
- Taylor Swift
- Annie
- Winson
- The Last Shadow Puppets
- Jennifer Rostock
- Katy Perry
- Basia Bulat
- Machine Head
- Die Ärzte
- The Black Atlantic
- Wir sind Helden
- Angus & Julia Stone
- Lil Wayne
- Simple Plan
- Mount Eerie
O'Death
O'Death: Outside
Jetzt aber richtig dicke: Scheppernder Breitwand-Folk mit uramerikanischen Wurzeln und den ganz großen Gefühlen.

O’Death – schon der Name verheißt melodramatische Düsternis und fürwahr: So pathetisch wird hier aufgetischt, wie man das mit rein akustischem Instrumentarium überhaupt hinbekommen kann. An allen Ecken werden molltönende Streicherteppiche ausgelegt, mal verkündet eine Tuba unheilvoll dröhnend, dass es jetzt aber auch wirklich ernst wird, mal galoppiert eine Ukulele taumelnd am Abgrund entlang, das Banjo und Fiddle sind ohnehin allgegenwärtig. Es ist eine Art Gegenentwurf zum eigentlich gewohnten Ansatz von Folk: Dezent, zart, feinfühlig ist hier nichts, ganz dick aufgetragen ziemlich viel; Musik, Botschaft und Gesang. Den als manieriert zu bezeichnen wäre eine dezente Zurückhaltung. Greg Jamie ist ein begnadeter Jammerer vor dem Herrn, „Pray for me, just pray!“, heißt es denn auch in „Black Dress“, unterlegt ist der immer kurz vor der Hysterie schluchzende Ausstoß natürlich mit wimmernden Streichern.
O’Death – „Bugs“
Als „Zurückschalten“ vom Sound der beiden Vorgänger beschreiben das die New Yorker, was nur im Sinne eines rein technokratisch besehenen Tempobegriffs gilt, ganz bestimmt nicht im Sinne eines Verzichts auf die volle Emotionalitäts-Breitseite. In der Tat, jeglicher Pogo-Verdacht, jeder Anflug vom früher doch immer gern gepflegten Polkapunk wurde gnadenlos ausgemerzt. Die bösartige Knochenkrankheit von Drummer David Rogers-Berry sei der Auslöser; klar, das klingt logisch, man kommt dann ins Nachdenken über das Leben und den Tod oder besser noch: das Leiden am und im Leben.

Ordentlich scheppern jedenfalls kann Rogers-Berry wieder, es ist ein weiterer Baustein in einem Sound, der einem kaum einen Moment zum Innehalten lässt, sich letztendlich nicht wirklich entscheiden kann zwischen dem leicht poltrig-prolligen Folkrock-Bombast à la Blitzen Trapper oder der komplett-widerborstigen, knarzig-selbstverständlichen Schrägheit eines – sagen wir mal – Tom Waits. Schöne Songs hat das Quintett zweifelsfrei zu bieten, komplex angelegt, gelegentlich spannend und erhellend – der Opener „Bugs“ ist ein idealtypisches Beispiel. Aber mal ehrlich: Ans Herz greifen sie damit nur im Ausnahmefall.
Augsburg
VÖ: 3.6.2011
Label: City Slang / Universal
Tracklist:
1. Bugs
2. Ghost Head
3. Alamar
4. Black Dress
5. Ourselves
6. Look At The Sun
7. Howling Through
8. Don’t Come Back
9. Pushing Out
10. Back Of The Garden
11. The Lake Departed

O’Death – schon der Name verheißt melodramatische Düsternis und fürwahr: So pathetisch wird hier aufgetischt, wie man das mit rein akustischem Instrumentarium überhaupt hinbekommen kann. An allen Ecken werden molltönende Streicherteppiche ausgelegt, mal verkündet eine Tuba unheilvoll dröhnend, dass es jetzt aber auch wirklich ernst wird, mal galoppiert eine Ukulele taumelnd am Abgrund entlang, das Banjo und Fiddle sind ohnehin allgegenwärtig. Es ist eine Art Gegenentwurf zum eigentlich gewohnten Ansatz von Folk: Dezent, zart, feinfühlig ist hier nichts, ganz dick aufgetragen ziemlich viel; Musik, Botschaft und Gesang. Den als manieriert zu bezeichnen wäre eine dezente Zurückhaltung. Greg Jamie ist ein begnadeter Jammerer vor dem Herrn, „Pray for me, just pray!“, heißt es denn auch in „Black Dress“, unterlegt ist der immer kurz vor der Hysterie schluchzende Ausstoß natürlich mit wimmernden Streichern.
O’Death – „Bugs“
Als „Zurückschalten“ vom Sound der beiden Vorgänger beschreiben das die New Yorker, was nur im Sinne eines rein technokratisch besehenen Tempobegriffs gilt, ganz bestimmt nicht im Sinne eines Verzichts auf die volle Emotionalitäts-Breitseite. In der Tat, jeglicher Pogo-Verdacht, jeder Anflug vom früher doch immer gern gepflegten Polkapunk wurde gnadenlos ausgemerzt. Die bösartige Knochenkrankheit von Drummer David Rogers-Berry sei der Auslöser; klar, das klingt logisch, man kommt dann ins Nachdenken über das Leben und den Tod oder besser noch: das Leiden am und im Leben.

Ordentlich scheppern jedenfalls kann Rogers-Berry wieder, es ist ein weiterer Baustein in einem Sound, der einem kaum einen Moment zum Innehalten lässt, sich letztendlich nicht wirklich entscheiden kann zwischen dem leicht poltrig-prolligen Folkrock-Bombast à la Blitzen Trapper oder der komplett-widerborstigen, knarzig-selbstverständlichen Schrägheit eines – sagen wir mal – Tom Waits. Schöne Songs hat das Quintett zweifelsfrei zu bieten, komplex angelegt, gelegentlich spannend und erhellend – der Opener „Bugs“ ist ein idealtypisches Beispiel. Aber mal ehrlich: Ans Herz greifen sie damit nur im Ausnahmefall.
Augsburg
VÖ: 3.6.2011
Label: City Slang / Universal
Tracklist:
1. Bugs
2. Ghost Head
3. Alamar
4. Black Dress
5. Ourselves
6. Look At The Sun
7. Howling Through
8. Don’t Come Back
9. Pushing Out
10. Back Of The Garden
11. The Lake Departed
Links




