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Ocean Colour Scene
Ocean Colour Scene: Saturday
Ocean Colour Scene verlieren auch nach über 20 Jahren ihren Enthusiasmus nicht. Ein paar Gläser aus dem Jungbrunnen des Pops und das nächste solide Rockalbum liegt vor.

Schon 1989 haben sich die fünf Engländer zusammengefunden und machen seitdem eingängige Rockmusik. Ihr letztes Album „On The Leyline“ brachten Ocean Colour Scene 2007 auf den Markt. Auf ihrem neunten Studioalbum „Saturday“ setzen die Birminghamer weiterhin auf Bewährtes.
Der Name des neuen Albums ist Programm. „Saturday“ hört sich unbeschwert an, wie sich eben ein Samstag anfühlt. Locker und leicht spielen die Altrocker von Ocean Colour Scene Gitarrenriffs über einem Musikteppich von Streichern, Piano, Posaunen und Trompeten. Sogar eine Querflöte à la Jethro Tull und eine Klarinette baut das Quintett in ihren Rock mit ein. Es scheint fast so, als hätten sie ein ganzes Orchester um sich geschart. Die markante Stimme von Simon Fowler tut ihr Übriges dazu. Produziert wurde das Ganze in den Rockfield Studios von Gavin Monaghan, der auch schon die Editors und The Twang unter seiner Fuchtel hatte.
Die klassisch rockige Art ihres ersten großen Hits „The Riverboat Song“ von 1996 mit markanten Gitarrentönen ist ebenso auf „Saturday“ zu finden, wie die besinnliche von „I Told You So“ aus „On The Leyline“. Das neue Werk ist somit eine perfekte Mischung aus ruhigen sowie tanzbaren Songs und knüpft nahtlos an seine Vorgänger an. Entspannende Lieder, wie „Just A Little Bit Of Love“, die stark an die Beatles erinnern, stehen noch immer auf der Tagesordnung, sowie Rock/Popsongs mit einem progressiveren Sound. Die all zu melancholischen Momente der letzten Alben sind jedoch eher seltener geworden. Die Mittvierziger geben in vielen Songs reichlich Gas und schlagen dieses Mal auch etwas härtere Saiten an. Dabei treibt der Beat von Drummer Oscar Harrison seine Bandkollegen und nicht zuletzt auch seine Zuhörer zum rhythmischen Beinwippen und Kopfnicken an.
Inhaltlich spielt sich auf „Saturday“ alles zwischen Charles Dickens‘ „Oliver Twist“ in „Mrs. Maylie“ (Twists Tante) und der momentanen Finanzkrise im Opener „100 Floors Of Perception“ ab. Zudem schaute sich Fowler in „Village Life“ die derzeitigen britischen Lebensverhältnisse an. „Ich lebe in einem kleinen Dorf in den Cotswolds, das ein paar Pubs hat. Es ist die Art von Dorf, in dem jeder weiß, wie viele Pints du letzten Abend hattest. Das kann gut, aber auch schlecht sein. Aber ich liebe es! Ich schreibe einfach über das, was mir dort beim Herumlaufen so alles einfällt!“, erklärt Fowler den Brückenschlag vom Literarischen zum Alltäglichen.
Mit ein paar "Gläsern Pop", so die Band, plus einen guten Schuss Rock sowie ein Hauch von Blues und Funk braucht sich das neue Album nicht hinter den acht vorherigen Platten zu verstecken. „Gavin wollte unbedingt eine klassische OCS-Platte machen“, erklärt Frontmann Fowler das Konzept, „für uns war es daher klar, in welche Richtung wir uns mit dem Album bewegen würden!“ Und das ist den Altrockern gelungen. Die Engländer bleiben ihrem Stil treu. „Saturday“ ist ein buntes Gemisch aus den letzten 21 Jahren Ocean Colour Scene, mit dem sie alte Fans wieder begeistern werden.
Florian Kroha
VÖ: 05.02.2010
Label: Moseley Shoals Records
Tracklist:
01. 100 Floors Of Perception
02. Mrs Maylie
03. Saturday
04. Just A Little Bit Of Love
05. Old Pair Of Jeans
06. Sing Children Sing
07. Harry Kidnap
08. Magic Carpet Days
09. The Word
10. Village Life
11. Postal
12. Whats Mine Is Yours
13. Fell In Love On The Street Again
14. Rockfield

Schon 1989 haben sich die fünf Engländer zusammengefunden und machen seitdem eingängige Rockmusik. Ihr letztes Album „On The Leyline“ brachten Ocean Colour Scene 2007 auf den Markt. Auf ihrem neunten Studioalbum „Saturday“ setzen die Birminghamer weiterhin auf Bewährtes.
Der Name des neuen Albums ist Programm. „Saturday“ hört sich unbeschwert an, wie sich eben ein Samstag anfühlt. Locker und leicht spielen die Altrocker von Ocean Colour Scene Gitarrenriffs über einem Musikteppich von Streichern, Piano, Posaunen und Trompeten. Sogar eine Querflöte à la Jethro Tull und eine Klarinette baut das Quintett in ihren Rock mit ein. Es scheint fast so, als hätten sie ein ganzes Orchester um sich geschart. Die markante Stimme von Simon Fowler tut ihr Übriges dazu. Produziert wurde das Ganze in den Rockfield Studios von Gavin Monaghan, der auch schon die Editors und The Twang unter seiner Fuchtel hatte.
Die klassisch rockige Art ihres ersten großen Hits „The Riverboat Song“ von 1996 mit markanten Gitarrentönen ist ebenso auf „Saturday“ zu finden, wie die besinnliche von „I Told You So“ aus „On The Leyline“. Das neue Werk ist somit eine perfekte Mischung aus ruhigen sowie tanzbaren Songs und knüpft nahtlos an seine Vorgänger an. Entspannende Lieder, wie „Just A Little Bit Of Love“, die stark an die Beatles erinnern, stehen noch immer auf der Tagesordnung, sowie Rock/Popsongs mit einem progressiveren Sound. Die all zu melancholischen Momente der letzten Alben sind jedoch eher seltener geworden. Die Mittvierziger geben in vielen Songs reichlich Gas und schlagen dieses Mal auch etwas härtere Saiten an. Dabei treibt der Beat von Drummer Oscar Harrison seine Bandkollegen und nicht zuletzt auch seine Zuhörer zum rhythmischen Beinwippen und Kopfnicken an.
Inhaltlich spielt sich auf „Saturday“ alles zwischen Charles Dickens‘ „Oliver Twist“ in „Mrs. Maylie“ (Twists Tante) und der momentanen Finanzkrise im Opener „100 Floors Of Perception“ ab. Zudem schaute sich Fowler in „Village Life“ die derzeitigen britischen Lebensverhältnisse an. „Ich lebe in einem kleinen Dorf in den Cotswolds, das ein paar Pubs hat. Es ist die Art von Dorf, in dem jeder weiß, wie viele Pints du letzten Abend hattest. Das kann gut, aber auch schlecht sein. Aber ich liebe es! Ich schreibe einfach über das, was mir dort beim Herumlaufen so alles einfällt!“, erklärt Fowler den Brückenschlag vom Literarischen zum Alltäglichen.
Mit ein paar "Gläsern Pop", so die Band, plus einen guten Schuss Rock sowie ein Hauch von Blues und Funk braucht sich das neue Album nicht hinter den acht vorherigen Platten zu verstecken. „Gavin wollte unbedingt eine klassische OCS-Platte machen“, erklärt Frontmann Fowler das Konzept, „für uns war es daher klar, in welche Richtung wir uns mit dem Album bewegen würden!“ Und das ist den Altrockern gelungen. Die Engländer bleiben ihrem Stil treu. „Saturday“ ist ein buntes Gemisch aus den letzten 21 Jahren Ocean Colour Scene, mit dem sie alte Fans wieder begeistern werden.
Florian Kroha
VÖ: 05.02.2010
Label: Moseley Shoals Records
Tracklist:
01. 100 Floors Of Perception
02. Mrs Maylie
03. Saturday
04. Just A Little Bit Of Love
05. Old Pair Of Jeans
06. Sing Children Sing
07. Harry Kidnap
08. Magic Carpet Days
09. The Word
10. Village Life
11. Postal
12. Whats Mine Is Yours
13. Fell In Love On The Street Again
14. Rockfield
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