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Port O'Brien
Port O'Brien: Threadbare
Bitter-Süße Songwriter: Zwischen Melancholie und Hoffnungsschimmer siedeln Port O'Brien ihr drittes Album an.

Wenn man einen Verlust erleidet, dann sucht man Trost – in der Abgeschiedenheit, in der Ferne, in der Ablenkung. Kurz nachdem die Aufnahmen zum zweiten Album von Port O’Brien beginnen, erhält Sängerin Cambria Goodwin die Nachricht von Unfalltod ihres jüngeren Bruders. Ein Schock für die Band, der die Musik zum Trost werden lässt. So ist Threadbare unter äußerst traurigen Bedingungen entstanden und das hört man.
Bei vielen Songs wirkt Cambrias Stimme schwach und geradezu zerbrechlich. Man hört ihr den Schmerz richtig an, besonders in „High Without The Hope 3“ und „High Without The Hope 72“. Von langsamem Rhythmus getragen, verbreiten sie eine nahezu gespenstische Stimmung. Das Gefühl der Sinnlosigkeit, wenn ein Mensch früh stirbt, wird greifbar und jagt einem einen kalten Schauer über den Rücken. Als erster und letzter Track bilden diese beiden Songs einen Rahmen um das Album, der allen Versuchen, Normalität herzustellen, wieder ihren realen, ernsten Hintergrund verleiht. Das ist die eine Seite von Threadbare.
Die andere Seite ist dagegen gekennzeichnet von einem Hoffnungsschimmer. Songs wie „Sour Milk / Salt Water“ bringen die alten Port O’Brien zurück: unbeschwerter Folkrock mit einer Portion Humor. „Oslo Campfire“ besticht durch seine sanfte Gitarrenmelodie und den Chorgesang am Ende.
Ja, es gibt auch ein Leben danach. Alles kann wieder gut werden, wenn man bereit ist, seinen Schmerz zu verarbeiten. Dennoch wird er immer eine tiefe Wunde hinterlassen und so ist Threadbare keine Anleitung zum ewigen Optimismus. Denn so weit sind Port O’Brien noch nicht. Obwohl es schwer ist, zeigen sie offen ihre Gefühle in ihrer Musik und sind damit auf einem guten Weg.
Claudia Jogschies
VÖ: 25.09.2009
Label: City Slang
Tracklist:
01. High Without The Hope 3
02. My Will Is Good
03. Oslo Campfire
04. In The Meantime
05. Tree Bones
06. Sour Milk / Salt Water
07. Threadbare
08. Calm Me Down
09. Leap Year
10. Next Season
11. (((Darkness Visible)))
12. Love Me Through
13. High Without The Hope 72

Wenn man einen Verlust erleidet, dann sucht man Trost – in der Abgeschiedenheit, in der Ferne, in der Ablenkung. Kurz nachdem die Aufnahmen zum zweiten Album von Port O’Brien beginnen, erhält Sängerin Cambria Goodwin die Nachricht von Unfalltod ihres jüngeren Bruders. Ein Schock für die Band, der die Musik zum Trost werden lässt. So ist Threadbare unter äußerst traurigen Bedingungen entstanden und das hört man.
Die andere Seite ist dagegen gekennzeichnet von einem Hoffnungsschimmer. Songs wie „Sour Milk / Salt Water“ bringen die alten Port O’Brien zurück: unbeschwerter Folkrock mit einer Portion Humor. „Oslo Campfire“ besticht durch seine sanfte Gitarrenmelodie und den Chorgesang am Ende.
Ja, es gibt auch ein Leben danach. Alles kann wieder gut werden, wenn man bereit ist, seinen Schmerz zu verarbeiten. Dennoch wird er immer eine tiefe Wunde hinterlassen und so ist Threadbare keine Anleitung zum ewigen Optimismus. Denn so weit sind Port O’Brien noch nicht. Obwohl es schwer ist, zeigen sie offen ihre Gefühle in ihrer Musik und sind damit auf einem guten Weg.
Claudia Jogschies
VÖ: 25.09.2009
Label: City Slang
Tracklist:
01. High Without The Hope 3
02. My Will Is Good
03. Oslo Campfire
04. In The Meantime
05. Tree Bones
06. Sour Milk / Salt Water
07. Threadbare
08. Calm Me Down
09. Leap Year
10. Next Season
11. (((Darkness Visible)))
12. Love Me Through
13. High Without The Hope 72
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