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Teutonischer Lautmalerei-Dadaismus, Dampfhammer-Sound, kühl kalkulierte Zeitgeist-Provokation und ein Hauch Oldschool – Rammstein sind Rammstein sind Rammstein.

Alles richtig gemacht, Hut ab. Es passt wieder nach den ruhigeren letzten Jahren und dem selbst für Fans eher enttäuschenden Vorgänger „Rosenrot“ – das ja wiederum so etwas wie eine Resterampe des bemerkenswerten „Reise, Reise“ war. An dessen Qualitäten knüpft „Liebe ist für alle da“ an, setzt auf glasklar ausgearbeitete Songstrukturen, die typischen markerschütternden Gitarren, einen immer noch mehr als charismatischen Till Lindemann in Bestform und natürlich – Rammstein sind Rammstein sind Rammstein! – ein kühl kalkuliertes Spiel mit lustvollem Provokations-Exhibitionismus und teutonischem Lautmalerei-Dadaismus.
Man muss Rammstein zugute halten, dass die generalstabsmäßig in Szene gesetzte erste Single „Pussy“ das fast schon belangloseste Stück auf diesem Album ist. Gebraucht wurde es, um den weltweiten Push hinzubekommen, den man erstaunlicherweise mit einem simplen Porno-Video heutzutage noch erzielen kann. Und um die urdeutschen Wortkreationen „Bratwurst“, „Sauerkraut“, „Mercedes Benz“ und „Autobahn“ unterzubringen, die außerhalb des hiesigen Sprachraums jederzeit so etwas wie einen Pawlowschen „Yes, this-is-Germany!“-Reflex auszulösen vermögen.
In jeder Hinsicht interessanter innerhalb des Rammstein-Kosmos sind andere Songs: ein mit seinem Dampfhammer-Ansatz in der Tat ideale Intro „Rammlied“ zum Beispiel, das mit seiner „Ein Weg, ein Ziel, eine Richtung, ein Kollektiv!“-Ästhetik endlich auch ganz offen bei Laibach plündern darf. Oder „Wiener Blut“, das nach Rammstein-Maßstäben vielleicht beste Stück auf diesem Album, weil es in Perfektion zusammenballt, was diese Band ausmacht, thematisch hart am Tabuthema-Zeitgeist-Wind, mit perfektem Timing und seiner exakt dosierten, trotzdem rohen, absolut zwingenden Energie.
Rammstein - Senior Trailer
Unüberhörbar ist die Besinnung auf die frühen Wurzeln des Rammstein-Sounds – „Tanzmetal“ nannte man das bevor die „Neue Deutsche Härte“ als Genrebegriff ins Spiel kam. Direkt aus den Mittneunzigern herüberimportiert wirken viele Keyboard-Sequenzen, was „Liebe ist für alle da“ einen durchaus angenehmen Hauch von Oldschool verpasst, ohne direkt altbacken zu wirken. Und selbstredend agieren Rammstein auf einem Soundniveau, das heutigen Gegebenheiten mühelos Rechnung trägt. Unnötig fast, zu erwähnen, dass diese Musik immer nur laut funktioniert, als quasikörperliche Erfahrung weit unterhalb des Kopfes, auch wenn man sich ein paar Späße mit neuzeitklassischem Kulturgut à la Brecht oder Piaf gönnt. Ein sehr überzeugendes Album ist „Liebe ist für alle da“ also geworden. Um das anzuerkennen, muss man das Gesamtkunstwerk Rammstein nicht mal besonders mögen.
Augsburg
VÖ: 16.10.09
Tracklist:
01. Rammlied.
02. Ich tu dir weh.
03. Waidmanns Heil.
04. Haifisch.
05. B********
06. Frühling in Paris.
07. Wiener Blut
08. Pussy
09. Liebe ist für alle da
10. Mehr
11. Roter Sand

Alles richtig gemacht, Hut ab. Es passt wieder nach den ruhigeren letzten Jahren und dem selbst für Fans eher enttäuschenden Vorgänger „Rosenrot“ – das ja wiederum so etwas wie eine Resterampe des bemerkenswerten „Reise, Reise“ war. An dessen Qualitäten knüpft „Liebe ist für alle da“ an, setzt auf glasklar ausgearbeitete Songstrukturen, die typischen markerschütternden Gitarren, einen immer noch mehr als charismatischen Till Lindemann in Bestform und natürlich – Rammstein sind Rammstein sind Rammstein! – ein kühl kalkuliertes Spiel mit lustvollem Provokations-Exhibitionismus und teutonischem Lautmalerei-Dadaismus.
In jeder Hinsicht interessanter innerhalb des Rammstein-Kosmos sind andere Songs: ein mit seinem Dampfhammer-Ansatz in der Tat ideale Intro „Rammlied“ zum Beispiel, das mit seiner „Ein Weg, ein Ziel, eine Richtung, ein Kollektiv!“-Ästhetik endlich auch ganz offen bei Laibach plündern darf. Oder „Wiener Blut“, das nach Rammstein-Maßstäben vielleicht beste Stück auf diesem Album, weil es in Perfektion zusammenballt, was diese Band ausmacht, thematisch hart am Tabuthema-Zeitgeist-Wind, mit perfektem Timing und seiner exakt dosierten, trotzdem rohen, absolut zwingenden Energie.
Rammstein - Senior Trailer
Unüberhörbar ist die Besinnung auf die frühen Wurzeln des Rammstein-Sounds – „Tanzmetal“ nannte man das bevor die „Neue Deutsche Härte“ als Genrebegriff ins Spiel kam. Direkt aus den Mittneunzigern herüberimportiert wirken viele Keyboard-Sequenzen, was „Liebe ist für alle da“ einen durchaus angenehmen Hauch von Oldschool verpasst, ohne direkt altbacken zu wirken. Und selbstredend agieren Rammstein auf einem Soundniveau, das heutigen Gegebenheiten mühelos Rechnung trägt. Unnötig fast, zu erwähnen, dass diese Musik immer nur laut funktioniert, als quasikörperliche Erfahrung weit unterhalb des Kopfes, auch wenn man sich ein paar Späße mit neuzeitklassischem Kulturgut à la Brecht oder Piaf gönnt. Ein sehr überzeugendes Album ist „Liebe ist für alle da“ also geworden. Um das anzuerkennen, muss man das Gesamtkunstwerk Rammstein nicht mal besonders mögen.
Augsburg
VÖ: 16.10.09
Tracklist:
01. Rammlied.
02. Ich tu dir weh.
03. Waidmanns Heil.
04. Haifisch.
05. B********
06. Frühling in Paris.
07. Wiener Blut
08. Pussy
09. Liebe ist für alle da
10. Mehr
11. Roter Sand
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blitzhexe vor 140d 6h
Dem oberen Artikel ist eigentlich nichts hinzuzufügen.
Die Titel haben wir Stück für Stück analysiert und bewertet. Wir vergeben als Note ein "Ausgezeichnet".
Ein Bonbon ist die Bonus CD .....Spitze!!!!!
Jetzt noch das Konzert, dann ist die lange Wartezeit vergessen.
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It is said that in a translation from Greek word RAMMSTEIN means "miracle", "unusual event", "phenomenon". It is not known, whether the truth it, but that similar transfer very brightly characterises German metal group RAMMSTEIN, - the fact, perhaps, conclusive. They cult? They madwomen? Can be..." Раммштайн ", it is possible to tell, the most successful and most disputable rock group of Germany and to understand it hardly, but with someone to mix or not to notice at all simply it is impossible. Opinions on"Rammshtajn"cardinally disperse: one find their too rough, scandalous, sexual and misogynous, and in every possible way deny. Others admire their unique scenic show, fantastic videoclips, severe, but not such the idiotsko-banal maintenance of texts. Some accuse them in праворадикальных and even nazi sights, blame of musicians of a trick (to tell the truth, no means always harmless) their become stupid admirers. But anyway, the group, whose songs have made the way in the top lines of charts of all world, whose music sounds in cult films and preview trailers to whom solid musical (and not only) magazines devote prestigious strips, deserves steadfast attention and studying.
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