I’m With You

Alben von Red Hot Chili Peppers

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Don’t call it a comeback. Wer sich von den Alt-Funkrockern noch Erhellendes erhofft hatte, wird enttäuscht.

Was erwartet man eigentlich von den Red Hot Chili Peppers, nach gut 25 Jahren Bandgeschichte? Und fünf Jahre nachdem mit dem von John Frusciante zum schieren Größenwahnsinn getriebenen "Stadium Arcadium" der Schwanengesang eigentlich schon getan schien? Nicht besonders viel. Und so ziemlich genau das haben sie denn auch geliefert.

Man könnte sich jetzt eine Weile darüber auslassen, wie sich nach Frusciantes Wiederausstieg das Gitarrenspiel des Jungspund-Neuzugangs Josh Klinghoffer auswirkt (wenig auffällig), ob Flea eventuell mal ein paar neue Bass-Akzente vorlegt (nicht wirklich) oder ob Stammproduzent Rick Rubin sich nochmal ein Bein ausreißen würde (nein). Es gibt da allerdings letztendlich wenig zu vermelden, das einem die 14 soliden aber kaum markanten Songs näher zu bringen vermöchte. Natürlich ist auch der ganze begleitend verbreitete Sermon von den afrikanischen Einflüssen und über Fleas mal eben eingeschobenes Musikstudium, die sich in "I'm With You" widerspiegeln würden, totaler Quatsch. Und Anthony Kiedis … nun ja … der ist eben Anthony Kidies und quengelt seine Texte immer noch mit dem gleichen Gestus wie eh und je herunter, was denn auch die generelle Wiedererkennbarkeit garantiert.

Red Hot Chili Peppers – „The Adventures of Rain Dance Maggie“

Es wäre übertrieben, dem Album jegliche Fähigkeit zur Faszination oder Abwechslung abzusprechen. Es gibt immer mal wieder ein paar dieser Momente, in denen das grundlegende Funk-Konzept der Chili Peppers mit Energie, Rauheit, Kraft und einer um die Ecke springenden musikalischen Idee überzeugt. Momente, in denen nicht einfach nur jeder seinen Stiefel runterspielt, sondern die eine Andeutung jener Magie entwickeln, die sie in Vorzeiten zu Superstars gemacht hat. Wer jedoch darauf spekulierte, dass nach der eher flau gehaltenen Vorabsingle „The Adventures of Rain Dance Maggie“ wenigstens noch ein paar echte Hits folgen würden, die sich im Ohr festsetzen, wird enttäuscht. Die allermeisten Songs rauschen glatt durch und es braucht sehr viel guten Willen, um sich selbst nach mehreren Durchläufen noch an ein paar von ihnen zu erinnern. Die schlichte Wahrheit über "I'm With You": Es ist ein langweiliges Album.

Augsburg


VÖ: 26.8.2011

Label: Warner

Tracklist:
1. Monarchy of Roses
2. Factory of Faith
3. Brendan’s Death Song
4. Ethiopia
5. Annie Wants a Baby
6. Look Around
7. The Adventures of Rain Dance Maggie
8. Did I Let You Know
9. Goodbye Hooray
10. Happiness Loves Company
11. Police Station
12. Even You, Brutus?
13. Meet Me at the Corner
14. Dance, Dance, Dance


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Toto vor 24d 2h 

bitter bitter, aber das album gibt mir nichts. auch nach mehrmaligem hören die totale flaute. da ist eindeutig was flöten gegangen. ganz schlimm ganz schlimm. mir ging das echt nahe, weil ich bis jetzt alle alben auffressen konnte. selbst one hot minute. irgendwann muss wohl alles mal zu ende gehen.

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S71ngray vor 215d 19h 

Das beste Beispiel eines Kritikers, der sich vermutlich nicht intensiv genug mit dem Album und der Band auseinandergesetzt hat.
Über die Gitarrenarbeit von Josh Klinghoffer kann man streiten, jedoch nicht über die neu erworbenen Musikkentnisse von Flea. Viele Songs wurden am Klavier geschrieben, was man in den fertigen Songs auch raushört.
Diese Album darf man keineswegs als typisches Rock-Album ansehen, bei dem in jedem Lied ein tolles Gitarrensolo vorkommen muss. Auch darf man dieses ALbum nicht mit den alten vergleichen.
Seht dieses Album einfach als eigenständiges Werk und genießt die Musik.
Ich bin keinesfalls ein Fan, der jedes Album der Peppers automatisch gut findet. (By the Way fand ich zum Beispiel sehr schwach)
Trotzdem liebe ich dieses Album.
(Man kann das Album kritisieren, aber nicht auf diesem Niveau)

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Dirk vor 261d 1h 

Klasse Kritik. Man muss auch mal die Wahrheit sagen, wenn ein Album langweilig und uninspiriert ist. Man kann als Musikredakteur nicht alle großen Bands immer wegloben, nur weil sie mal gute Musik gemacht haben. Das wäre unseriös und jeder, der was von Musik versteht, würde es nicht ernst nehmen. Klar gibt es Fans, die jede Tonfolge ihrer Lieblingscombo mögen, ist sie auch noch so grottig. Aber deren beschränkte Meinung ist ja keinen Cent wert. Die RHCP waren sehr lange eine wegweisende Band aber seit Stadium Arcadium müssen sie sich einfach die Kritik gefallen lassen, ins belanglose abzugleiten. Das ist so. Zum Glück kommen frische junge Bands nach, die den Biss noch haben. Ist doch schön.

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google vor 275d 1h 

nun andreas,
vielleicht hast du halt auch einen langweiligen musikgeschmack und freust dich über wirklich jeden song, der im radio gespielt wird, weil dann "nicht so viel geredet wird".

ein album kann "anders" sein als das andere.
ein album kann "erwartungen nicht treffen", wenn man ernsthaft glaubt, eine band könne knaller nach knaller produzieren.
aber DIESES album ist genau DIESES eine album zuviel, wo man einfach SPÜRT, dass da die noten - dazu nicht mal spannende noten - nur runtergeleiert wurden.
Das Album taugt maximal dazu, einen Hintergrundsongausschnitt zu kredenzen, wenn in der Staffel 12 von WEEDS (oder auch SATC, ..) die Spannung untermalt werden soll, wenn ein Hund über den Vorgarten hechelt und dabei vom Sprekler nass gemacht wird und sich erschrickt.

Ich würde mich lieber MAROON5 dauerberieseln lassen als auch nur 1 Song dieser Platte 3x hintereinander zu hören.

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sergey
sergey vor 275d 2h 

Certainly the group Red Hot Chili Peppers is one of those whose release the public expects with impatience. So it turns out with a new album of the group - I'm With You. The thing is probably that the pause lasted too long.

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sebastian.weiss
sebastian.weiss vor 276d 17min 

Andreas, Recht hast du. Geschmackssache halt. Also ich finde das Album auch nicht langweilig, so maximal unterhaltend ist es jedoch auch nicht. Allerdings kann ich Kritik nicht verstehen, die ihre alte Klasse verlangt. Die Peppers werden kein "Suck My Kiss" oder "Funky Monks" mehr machen, warum auch. Die Herren gehen auf die 50 zu, da kriecht dann auch gleich wieder die Authentizitätsfrage um die Ecke. Auf der neuen Platte finde ich "Ethopia" recht eingängig, auch die Balladen gefallen mir ausgesprochen gut, "Police Station" ist zum Beispiel ein sehr ansprechender Song.

Dennoch: Ich bin von dem Input Klinghoffers arg enttäuscht – das sagt zugegebenermaßen ein Frusciante-Fan. Dennoch ist für mich die Gitarre auf diesem Album das schwächste Glied in der Kette. Schade. Ich mag ihn eigentlich, denn seine Beteiligung auf Frusciantes Soloalben waren grandios. Auch deren gemeinsame EP "A Sphere In the Heart of Silence" ist genial.

Was man den Herren vorwerfen könnte, wenn man denn will, ist, dass sie wenig ausprobieren. Sie haben keinen Ruf mehr zu verlieren, sie sind seit Jahren dick im Geschäft, müssen sich um nichts mehr Sorgen machen. Das gewisse Etwas fehlt der Platte, das war bei "Stadium Arcadium" zum Beispiel mal ein Gitarren-Solo und verspielte Funk-Stücke – das fehlt auf "I'm With You".

Ich empfehle zum besseren Verständnis dieser doch stilprägenden Band, die Biografie und Bildband "An Oral/Visual History". Beteiligt war bei dieser illustren Zitat- und Bildzusammenstellung übrigens Brendan Mullen. Über ihn gibt es auch einen traurig schönen Song auf der Platte: "Brendan's Death Song".

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Andreas Hoefert vor 276d 2h 

Musik ist ja nunmal Geschmackssache.
Ich habe mir das Album gleich gekauft und finde es einfach nur klasse. Langeweile kommt auch nach dem x-ten hören nicht auf. So wie "Stadium Arcadium" kein "Californication" war und kein Album dieser genialen Gruppe dem anderen gleicht, unterscheidet sich auch "I'm with you" von den anderen Longplayern der RHCP.

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