Red, White & Crüe

Empfohlen von

  • Dieser Artikel wurde noch nicht empfohlen.

Diesen Artikel bei Facebook empfehlen:

Tags

    Passt soviel Dreck, Dekadenz und Dorgenkonsum auf eine Scheibe? Natürlich nicht, deshalb spendiert uns die Crüe gleich zwei (praktisch zum Lines ziehen, wenn die eine gerade läuft).
    Auch wenn das hier die glaube ich mittlerweile 20. Best Of-Kompilation in weniger als 20 Jahren ist - Exzess macht eben vergesslich - eine runde Sache passend zur neuen Runde Reunion-Tour. Fast hätte man so klassische Meilenstein-Momente des Sleaze-Rock wie auf Disc eins, nun ja, vergessen (siehe oben), weshalb ein Wiederhören im nahtlosen Highlight-Scan auch eingefleischten Crüe-Clubmitgliedern erneut Freude bereiten dürfte.

    Disc zwei spannt dann, neben raren Outtakes und obskuren Remixen, den Karriere umfassenden, späteren Bogen zu Ende, und gibt mit drei Bonusstücken ("Street Fighting Man" von den Stones, dem eigentlich von Simple Plan stammenden, leicht überarbeiteten Überbleibsel "If I Die Tomorrow" sowie der einzigen nahezu genuinen Sixx-Neukomposition "Sick Love Song") leider nicht wirklich einen Ausblick darauf, was ein neues Album so bringen wird, dafür aber wenigstens Song-Stoff-Nachschub. Drauf geschissen, wird eh gekauft, ist schließlich die Crüe. Für Novizen essentiell, für Fans versöhnlich und für alle unverbesserlichen Nörgler und Ungläubigen eine verdammt gelungener Beweisdiskurs, welch fantastischer Songwriter Nikki Sixx ist. So verbleibe ich am Besten mit den unsterblichen eigenen Worten der Jungs: "Fuck the world, long live the Crüe." Damn right.

    Text: Frank Thießies

    Share/Bookmark

    Kommentar schreiben

    Dein Name:
    Bitte den nebenstehenden Sicherheitscode hier eingeben: