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Reality Killed The Video Star

Alben von Robbie Williams

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"Don't Call It A Comeback" singt er in "Last Days Of Disco", doch es besteht kein Zweifel: Robbie Williams meldet sich ziemlich fulminant zurück.



Mit "Reality Killed the Video Star" setzt er dieses Mal weniger auf Experimente als auf bewährte - und vor allem unterhaltsame - Erfolgsrezepte.

Mag sein, dass sich Robbie Williams nach dem eher mäßigen Erfolg des Vorgängers "Rudebox" ein wenig Sorgen gemacht hat, sein Stern würde kurz davor sein, zu erlöschen. Unberechtigterweise allerdings, wie nicht nur die mediale Daueraufregung der letzten Wochen, sondern auch das neue Album selbst beweist.
Denn mit "Reality Killed the Video Star", dem achten Studioalbum, besinnt sich Williams ganz auf seine Stärken. Die auf "Rudebox" noch hemmungslos ausgelebten Elektro-Vorlieben sind zwar noch präsent, wurden allerdings auf ein massenkompatibles (aber überzeugendes) Minimum irgendwo zwischen Pet Shop Boys-Referenzen und Eighties-Anspielungen heruntergeschraubt. Gleichzeitig bleibt genug Platz, um die balladeske Streichereinsätze und Stadionrock-Verweise wieder aufleben zu lassen, die schon früher die Massen von den Sitzen rissen.


Entstanden ist so - auch Dank Produzent Trevor Horn und Songschreibern wie Robbies altem Wegbegleiter Guy Chambers - ein extrem geschmeidiges, selbstbewusstes und unterhaltsames Popalbum, das nicht nur allerlei Ohrwürmer à la "Bodies", sondern einige richtig spannende Songs wie "Last Days of Disco", "Difficult For Weirdos" oder "Deceptacon" zu bieten hat. Und bei dem es nicht allzu schwer fällt, über ein paar Schwachstellen - etwa die wieder einmal stellenweise lachhaften Texte oder das plumpe George Michael-Imitat "Starstruck" - einfach hinwegzuhören.

Patrick Heidmann

VÖ: 06.10.09

Label: EMI

Tracklist:
01. Morning Sun
02. Bodies
03. You Know Me
04. Blasphemy
05. Do You Mind?
06. Last Days Of Disco
07. Somewhere
08. Deceptacon
09. Starstruck
10. Difficult For Weirdos
11. Won't Do That
12. Superblind
13. Morning Sun (Reprise)
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