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Scanners
Scanners: Submarine
Von wegen Abtauchen: dieses U-Boot will nach oben - die Scanners und ihr Debütnachfolger.

2008 debütierten die britischen Scanners auch auf dem Festland mit ihrem Erstling "Violence Is Golden" - einer kurzweiligen Packung frischer Songs. Sarah Daly sang mit dem Sex und der Intensität einer jungen PJ Harvey und dazu kamen dann auch noch diese Melodien, die sich immer und immer wieder hören ließen. Die Qualität der Scanners-Tunes überzeugte auch den kalifornischen Star-DJ Steve Aoki, der den Scanners schließlich auf seinem Label 'DimMak Records' eine US-Heimat gab.
Und wenn das erste Album - in Anbetracht der relativ kurzen Existenz der Band - schon so gut gelaufen ist, will man als Band bei Album Nummer zwei natürlich auch nichts falsch machen. Für "Submarine", so scheint es, haben die Scanners ihre Stärken analysiert und ausgebaut - und eine sticht da ganz besonders heraus: ihre Fähigkeit, verdammt eingängige Stücke zu schreiben. In jedem einzelnen der elf neuen Songs lauert mindestens ein stadionverdächtiges Element: prägnante Chöre, Momente zum Arme-in-die-Luft-reißen, arschbewegende Off-Beat Hi Hats und mit dem starken "Strangelovehate" gibt es sogar einen richtigen Feuerzeugschwenker. Zudem sind die Songs clever und detailverliebt produziert. Scheinbar mühelos reichern die Scanners ihre Gitarrenpopsongs mit clubtauglichen Synthies an, bringen neben seltsamen Folk-Instrumenten aus der Sammlung von Keyboarderin Amina Bates auch noch Akustikgitarren und reichlich Chorgesänge darin unter. Was in dieser Beschreibung überbordend anmutet, ordnet sich in Gesamtheit den drei großen Buchstaben unter: P-O-P.
Scanners - Salvation
Die Scanners betonen, dass ihr Zweitling viel mehr eine Bandarbeit darstellt - und dem gruppeninternen Zusammenwachsen ist es wohl auch geschuldet, dass "Submarine" reifer, professioneller und homogener daherkommt als sein Vorgänger. Die Kehrseite ist allerdings, dass jenes raue, unpolierte und rotzige Element auch etwas war, was "Violence Is Golden" so klasse gemacht hat, genau das geht "Submarine" leider etwas ab. So strahlen auf der Habenseite goldene Hits wie das überragende "Salvation", "Sick Love" mit seinem großartigen Chorarrangement und der treibende Opener "Jesus Saves". Auf der Sollseite gibt es erstmalig auch Scanners-Momente, die etwas abflachen. "Sleepwalking Life" etwa fängt mitreißend an und verläuft sich dann in harmonisch seichten Gefilden.
Dennoch: "Submarine" ist insgesamt eine wirklich klasse Platte, und wenn die Scanners sich zukünftig nicht zu sehr in Gefälligkeitsbestrebungen verzetteln, dann dürfte der aufstrebende Kurs dieser talentierten Band seinen Zenit längst noch nicht erreicht haben.
Robert Goldbach
VÖ: 24.09.2010
Label: Unter Schafen / DimMak / Alive
Tracklist:
01. Jesus Saves
02. We Never Close Our Eyes
03. Salvation
04. Baby Blue
05. Sick Love
06. A Girl Like You
07. Strangelovehate
08. Goodbye
09. Half A Mind (Dreamer Forever)
10. Sleepwalking Life
11. Halfway Home

2008 debütierten die britischen Scanners auch auf dem Festland mit ihrem Erstling "Violence Is Golden" - einer kurzweiligen Packung frischer Songs. Sarah Daly sang mit dem Sex und der Intensität einer jungen PJ Harvey und dazu kamen dann auch noch diese Melodien, die sich immer und immer wieder hören ließen. Die Qualität der Scanners-Tunes überzeugte auch den kalifornischen Star-DJ Steve Aoki, der den Scanners schließlich auf seinem Label 'DimMak Records' eine US-Heimat gab.
Und wenn das erste Album - in Anbetracht der relativ kurzen Existenz der Band - schon so gut gelaufen ist, will man als Band bei Album Nummer zwei natürlich auch nichts falsch machen. Für "Submarine", so scheint es, haben die Scanners ihre Stärken analysiert und ausgebaut - und eine sticht da ganz besonders heraus: ihre Fähigkeit, verdammt eingängige Stücke zu schreiben. In jedem einzelnen der elf neuen Songs lauert mindestens ein stadionverdächtiges Element: prägnante Chöre, Momente zum Arme-in-die-Luft-reißen, arschbewegende Off-Beat Hi Hats und mit dem starken "Strangelovehate" gibt es sogar einen richtigen Feuerzeugschwenker. Zudem sind die Songs clever und detailverliebt produziert. Scheinbar mühelos reichern die Scanners ihre Gitarrenpopsongs mit clubtauglichen Synthies an, bringen neben seltsamen Folk-Instrumenten aus der Sammlung von Keyboarderin Amina Bates auch noch Akustikgitarren und reichlich Chorgesänge darin unter. Was in dieser Beschreibung überbordend anmutet, ordnet sich in Gesamtheit den drei großen Buchstaben unter: P-O-P.
Scanners - Salvation
Die Scanners betonen, dass ihr Zweitling viel mehr eine Bandarbeit darstellt - und dem gruppeninternen Zusammenwachsen ist es wohl auch geschuldet, dass "Submarine" reifer, professioneller und homogener daherkommt als sein Vorgänger. Die Kehrseite ist allerdings, dass jenes raue, unpolierte und rotzige Element auch etwas war, was "Violence Is Golden" so klasse gemacht hat, genau das geht "Submarine" leider etwas ab. So strahlen auf der Habenseite goldene Hits wie das überragende "Salvation", "Sick Love" mit seinem großartigen Chorarrangement und der treibende Opener "Jesus Saves". Auf der Sollseite gibt es erstmalig auch Scanners-Momente, die etwas abflachen. "Sleepwalking Life" etwa fängt mitreißend an und verläuft sich dann in harmonisch seichten Gefilden.
Dennoch: "Submarine" ist insgesamt eine wirklich klasse Platte, und wenn die Scanners sich zukünftig nicht zu sehr in Gefälligkeitsbestrebungen verzetteln, dann dürfte der aufstrebende Kurs dieser talentierten Band seinen Zenit längst noch nicht erreicht haben.
Robert Goldbach
VÖ: 24.09.2010
Label: Unter Schafen / DimMak / Alive
Tracklist:
01. Jesus Saves
02. We Never Close Our Eyes
03. Salvation
04. Baby Blue
05. Sick Love
06. A Girl Like You
07. Strangelovehate
08. Goodbye
09. Half A Mind (Dreamer Forever)
10. Sleepwalking Life
11. Halfway Home
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