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Scanners
Scanners: Violence Is Golden
Leiterähnlich geht es auf dem Debüt der britischen Scanners zu: Von abgelatschten Tracks auf der untersten Stufe klettert man über Wave-Songs mit dominanter Stimme immer ein Stückchen weiter nach oben.
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Erstmals erscheint „Violence Is Golden“ 2006 beim US Label Dim Mak Records. Die Platte lässt die Londoner Band zum heißen Newcomer des Jahres avancieren. Touren durch Großbritannien, Europa und Nordamerika folgen. Nachdem das Vereinigte Königreich 2008 nachzog, erscheint das Debüt-Album der Scanners via „Unter Schafen“ verspätet nun auch in Deutschland.
Scanners - Lowlife
Der Opener beginnt mit interessanten Sequenzen, die Stimme ist prägnant, doch der folgende Synthie-Grunge sowie der Refrain machen den ersten Eindruck schnell zunichte. „Joy“ wird übertrieben oft und nicht wirklich freudvoll wiederholt. Es verschafft der Nummer höchstens ein gewisses Hit-Potential für 13-jährige Goth-Anhänger. Eine Steigerung gibt es dann in "Lowlife", ihrer ersten Single-Auskopplung. Zunächst klingt auch dieser Track mit seinem Gitarrensolo und einstudiertem Rhythmus etwas zu bedacht. Durch die einsetzende Geige sowie Zeilen über schlechte Zeiten und Einsamkeit gewinnt er an Charme, ist aber auch schnell überhört.
Scanners - Raw
Gekonnt starten die Scanners dann ab dem dritten Song. Auch wenn viele Instrumentalparts wenig Innovatives in sich tragen, gelingen die Endergebnisse. Der Gesang von Sarah Daly ist entschieden dominant - nicht nur, dass er über die Instrumente gesteuert ist, auch Referenzen zu etlichen weiblichen Künstlerinnen lassen sich nicht von der Hand weisen. Während man in „Changing Times“ auf PJ Harvey trifft, schreit Karen O (Yeah Yeah Yeahs) in „Bombs“ zwischen wavigen Gitarren und lässt sich bei „Air 164" sogar noch mehr gehen. Im Song „In My Dreams“ trifft dann Metrics Emily Haines auf Dark Wave und macht den Track durch gekonnte Arrangements zu einem der gelungensten.
Weniger ausufernd und etwas getragener wird es in den folgenden Songs, in denen zwar auch mal die Cardigans winken, aber die Band zu einem eigenen Sound zu finden scheint. Doch auch hier ist es in erster Linie Daly, die zu überzeugen weiß. Die letzten vier Bonus-Titel sind gelungene Remixe von „Bombs“, „Raw“ und „Lowlife“, die im Original bereits 2008 auf einer EP erschienen.
Die hörbaren Parallelen zu anderen Künstlern liefern zwar Beweis für einen guten Geschmack der Scanners und gelungene Songs, avancieren „Violence Is Golden“ aber nicht zum Überflieger. Vor drei Jahren hätte man das vielleicht noch anders gesehen.
Jasmin Hollatz
VÖ: 2. Mai 2009
Label: Unter Schafen, Alive
Tracklist:
01. Joy
02. Lowlife
03. In My Dreams
04. Changing Times
05. Bombs
06. Air 164
07. Evil Twin
08. Raw
09. High Flier
10. Look What You Started
11. Violence Is Golden
plus vier Bonustracks:
12. Bombs (A-trak Remix)
13. Raw (Stop/Start Remix)
14. Bombs (Young Americans Remix)
15. Lowlife (LA riots Remix)
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Erstmals erscheint „Violence Is Golden“ 2006 beim US Label Dim Mak Records. Die Platte lässt die Londoner Band zum heißen Newcomer des Jahres avancieren. Touren durch Großbritannien, Europa und Nordamerika folgen. Nachdem das Vereinigte Königreich 2008 nachzog, erscheint das Debüt-Album der Scanners via „Unter Schafen“ verspätet nun auch in Deutschland.
Scanners - Lowlife
Der Opener beginnt mit interessanten Sequenzen, die Stimme ist prägnant, doch der folgende Synthie-Grunge sowie der Refrain machen den ersten Eindruck schnell zunichte. „Joy“ wird übertrieben oft und nicht wirklich freudvoll wiederholt. Es verschafft der Nummer höchstens ein gewisses Hit-Potential für 13-jährige Goth-Anhänger. Eine Steigerung gibt es dann in "Lowlife", ihrer ersten Single-Auskopplung. Zunächst klingt auch dieser Track mit seinem Gitarrensolo und einstudiertem Rhythmus etwas zu bedacht. Durch die einsetzende Geige sowie Zeilen über schlechte Zeiten und Einsamkeit gewinnt er an Charme, ist aber auch schnell überhört.
Scanners - Raw
Gekonnt starten die Scanners dann ab dem dritten Song. Auch wenn viele Instrumentalparts wenig Innovatives in sich tragen, gelingen die Endergebnisse. Der Gesang von Sarah Daly ist entschieden dominant - nicht nur, dass er über die Instrumente gesteuert ist, auch Referenzen zu etlichen weiblichen Künstlerinnen lassen sich nicht von der Hand weisen. Während man in „Changing Times“ auf PJ Harvey trifft, schreit Karen O (Yeah Yeah Yeahs) in „Bombs“ zwischen wavigen Gitarren und lässt sich bei „Air 164" sogar noch mehr gehen. Im Song „In My Dreams“ trifft dann Metrics Emily Haines auf Dark Wave und macht den Track durch gekonnte Arrangements zu einem der gelungensten.
Weniger ausufernd und etwas getragener wird es in den folgenden Songs, in denen zwar auch mal die Cardigans winken, aber die Band zu einem eigenen Sound zu finden scheint. Doch auch hier ist es in erster Linie Daly, die zu überzeugen weiß. Die letzten vier Bonus-Titel sind gelungene Remixe von „Bombs“, „Raw“ und „Lowlife“, die im Original bereits 2008 auf einer EP erschienen.
Die hörbaren Parallelen zu anderen Künstlern liefern zwar Beweis für einen guten Geschmack der Scanners und gelungene Songs, avancieren „Violence Is Golden“ aber nicht zum Überflieger. Vor drei Jahren hätte man das vielleicht noch anders gesehen.
Jasmin Hollatz
VÖ: 2. Mai 2009
Label: Unter Schafen, Alive
Tracklist:
01. Joy
02. Lowlife
03. In My Dreams
04. Changing Times
05. Bombs
06. Air 164
07. Evil Twin
08. Raw
09. High Flier
10. Look What You Started
11. Violence Is Golden
plus vier Bonustracks:
12. Bombs (A-trak Remix)
13. Raw (Stop/Start Remix)
14. Bombs (Young Americans Remix)
15. Lowlife (LA riots Remix)
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