Planet Paprika

Empfohlen von

  • Dieser Artikel wurde noch nicht empfohlen.

Diesen Artikel bei Facebook empfehlen:

Tags

7 Links zu diesem Artikel

  • Google
    68 Klicks
  • Google
    64 Klicks
  • Google
    55 Klicks
  • Google
    53 Klicks
  • Google
    45 Klicks
  • Google
    31 Klicks
  • Google
    26 Klicks
Alle Disco-Partisanen aufgepasst: Stephan Hantel aka Shantel meldet sich zurück aus der Bukowina.

Wie gewohnt vermischt Shantel auch auf "Planet Paprika" Gypsie - Elemente, Polka Brass und orientalische Sounds mit deftigen Beats zu einem durchaus tanzbaren Klang-Konglomerat. Das kennen wir schon von seinen Compilations Bucovina Club I und II sowie seinem letzten Album "Disko Partizani".

Während er sich in der Vergangenheit jedoch vornehmlich als Produzent betätigte, greift Shantel nun immer öfter selbst zum Mikrofon. Diese Taktik geht nur bedingt auf - zu eindimensional die Melodien, zu schwach die Stimme. Zudem befinden sich die meist englischen Reime eher auf dem Niveau einer durchschnittlich begabten Schulband. Andererseits unterstützen diese Lyrics bei den anvisierten Vodka und Sekt geschwängerten Feierlichkeiten die Eingängigkeit und den Mitsingfaktor.
Zu Gute halten muss man Shantel nach wie vor, dass die Instrumentalisierung durchaus überzeugt. Bis auf die gänzlich folkloristisch anmutenden und Beat freien Stücke, ist auch "Planet Paprika" für die Tanzfläche wieder geradezu prädestiniert. Der treibenden Bassline in "Citizen Of Planet Paprika" nicht mindestens mit einem Kopfnicken Respekt zu zollen, fällt schwer - vielleicht findet das Instrumental daher im anschließenden "Sura Ke Mastura" gleich doppelte Verwendung.

Dass zudem nicht nur geradlinige Beatstrukturen bedient werden müssen, stellt Herr Hantel mit Stücken wie "Eyes Of Mine" oder dem mehrteiligen "Binaz In Dub" sicher, was den Hörer im Zwischenspiel sogar gefühlt bis in den arabischen Raum oder gar nach Indien entführt. Ansonsten haben der obligatorische Klezmer-Stil und die Gypsie-Bläser seine Musik fest in der Hand.

Mit "Planet Paprika" liefert Shantel somit ein eingängiges Stück Bucovina-Pop ab, auch wenn absolut herausstechende Momente à la "Disko Partizani" ausbleiben. Seinen Verdienst an der hiesigen Partylandschaft setzt er hingegen fort: Der Frankfurter ist nach wie vor ein Brückenbauer zwischen der musikalisch schillernden Vielfalt des Balkans und den Ansprüchen eines mitteleuropäischen Clubpublikums.

PIP

VÖ: 28.08.09

Label: Essay (Indigo)

Tracklist:
01. Good Night Amanes
02. Planet Paprika
03. Wandering Stars
04. Bucovina Original
05. Beeing Authentic
06. Citizen Of Planet Paprika
07. Sura Ke Mastura
08. Usti, Usti Baba
09. Eyes Of Mine
10. Binaz In Dub
11. Beauties From Athina
12. Ex Oriente Lux
13. Good Morning Amanes
Share/Bookmark

Kommentar schreiben

Dein Name:
Bitte den nebenstehenden Sicherheitscode hier eingeben: