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Oasis
Oasis: Stop The Clocks
Selten ist eine profane Best-Of-Veröffentlichung bereits im Vorfeld so heiß diskutiert worden wie vorliegender, eigentlich nur als Vertragserfüllung gedachter Querschnitt Gallagherschen Schaffens. Nun sind Oasis-Fans natürlich ohnehin für an religiösen Eifer grenzenden heiligen Ernst bekannt, wenn es um das Werk ihrer Helden geht. Dass in Zeiten eines durch MP3s und CD-Rohlinge weitestgehend liberalisierten Musikmarkts, der ja jedem im Prinzip zu jeder Zeit das Kompilieren persönlicher Best-Ofs kinderleicht macht, bereits die Trackliste der ersten Oasis-Best-Of für derart aufgeregte Diskussionen sorgt, wundert aber doch.
Dabei sind die Vorzeichen an sich reichlich profan: Noel Gallagher, der ja stets verkündet hatte, ein Best Of sei mit seiner Band nicht zu machen, gedenkt sich mit dieser Zusammenstellung endgültig aus dem Vertrag mit Sony zu verabschieden. Für seine Plattenfirma fand der Bandleader bekanntlich schon nach VÖ des letzten regulären Werks "Don't Believe The Truth" nur selten warme Worte. Und da er das Sequencing nicht den sabbernd aufs Weihnachtsgeschäft schielenden Controllern der Plattenfirma überlassen wollte, hat er das nun kurzerhand selbst besorgt. Zusätzlich, gewissermaßen um die Sache rund zu machen, wurde das Cover-Artwork beim Schöpfer des Beatles-Covers "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band" Sir Peter Blake in Auftrag gegeben.
Allerdings darf in Frage gestellt werden, ob die Sony-Bediensteten sich unbedingt für eine großartig andere Auswahl entschieden hätten: "Stop The Clocks" enthält im wesentlich den allgemein gültigen Oasis-Kanon, den die Band so oder ähnlich ja auch schon seit Jahren bei Konzerten spielt. Überraschungen sucht man jedenfalls weitestgehend vergeblich. Zwei Dinge fallen indes auf: Die allgemein als die schlechtesten geltenden Alben der mittleren Karriere-Phase werden beinahe komplett ausgespart, selbst "Be Here Now" ist erschreckend unterrepräsentiert.
Und, weitaus ärgerlicher, der Titel der Doppel-CD darf Oasis-Fans nur als verkaufsfördernder Etikettenschwindel gelten. "Stop The Clocks", so hatte Noel einst verkündet, sei der Titel des besten Songs, den er je geschrieben habe. Die Nummer sei nur deshalb bislang nicht erschienen, weil er das mit ihr zu verdienende Geld ungern Sony überlassen wolle. Wer nun aber vorschnell in der Hoffnung zugreift, Noel habe seine Meinung geändert, muss spätestens daheim feststellen, dass der Song nicht auf der nach ihm benannten Zusammenstellung zu finden ist. Traurig - er hätte dort sicher ein besseres Bild abgegeben als das vermutlich nur zur Ruhigstellung Liams und allenfalls durchschnittliche "Songbird". So ist das, was Noel jüngst gewohnt großspurig als "ein Manifest für kommende Generationen" bezeichnete unterm Strich vor allem Oasis für Einsteiger. Freilich auf hohem Niveau.
Ohne Wertung
Dabei sind die Vorzeichen an sich reichlich profan: Noel Gallagher, der ja stets verkündet hatte, ein Best Of sei mit seiner Band nicht zu machen, gedenkt sich mit dieser Zusammenstellung endgültig aus dem Vertrag mit Sony zu verabschieden. Für seine Plattenfirma fand der Bandleader bekanntlich schon nach VÖ des letzten regulären Werks "Don't Believe The Truth" nur selten warme Worte. Und da er das Sequencing nicht den sabbernd aufs Weihnachtsgeschäft schielenden Controllern der Plattenfirma überlassen wollte, hat er das nun kurzerhand selbst besorgt. Zusätzlich, gewissermaßen um die Sache rund zu machen, wurde das Cover-Artwork beim Schöpfer des Beatles-Covers "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band" Sir Peter Blake in Auftrag gegeben.
Allerdings darf in Frage gestellt werden, ob die Sony-Bediensteten sich unbedingt für eine großartig andere Auswahl entschieden hätten: "Stop The Clocks" enthält im wesentlich den allgemein gültigen Oasis-Kanon, den die Band so oder ähnlich ja auch schon seit Jahren bei Konzerten spielt. Überraschungen sucht man jedenfalls weitestgehend vergeblich. Zwei Dinge fallen indes auf: Die allgemein als die schlechtesten geltenden Alben der mittleren Karriere-Phase werden beinahe komplett ausgespart, selbst "Be Here Now" ist erschreckend unterrepräsentiert.
Und, weitaus ärgerlicher, der Titel der Doppel-CD darf Oasis-Fans nur als verkaufsfördernder Etikettenschwindel gelten. "Stop The Clocks", so hatte Noel einst verkündet, sei der Titel des besten Songs, den er je geschrieben habe. Die Nummer sei nur deshalb bislang nicht erschienen, weil er das mit ihr zu verdienende Geld ungern Sony überlassen wolle. Wer nun aber vorschnell in der Hoffnung zugreift, Noel habe seine Meinung geändert, muss spätestens daheim feststellen, dass der Song nicht auf der nach ihm benannten Zusammenstellung zu finden ist. Traurig - er hätte dort sicher ein besseres Bild abgegeben als das vermutlich nur zur Ruhigstellung Liams und allenfalls durchschnittliche "Songbird". So ist das, was Noel jüngst gewohnt großspurig als "ein Manifest für kommende Generationen" bezeichnete unterm Strich vor allem Oasis für Einsteiger. Freilich auf hohem Niveau.
Ohne Wertung
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