The Hundred In The Hands

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The Hundred In The Hands vermengen auf ihrem selbstbetitelten Debütalbum bestens bekannte Indie-Rezepturen. Allerdings kann diese Mischung anno 2010 schnell fade schmecken.



Vornweg die gute Nachricht für all diejenigen, die mit "This Desert", der Debüt-EP von The Hundred In The Hands ihre helle Freude hatten: das selbstbetitelte Album ist die schlüssige Fortsetzung auf Vollzeit-Basis.



Die weniger gute Nachricht für den schon im Sommer arg enttäuschten Rest vom Fest: die Angelegenheit ist kein Stück spannender geworden. Eleanore Everdell und Jason Friedman, die, glaubt man dem Infozettel, irgendwann festgestellt hatten, dass sie eine Leidenschaft für frühen HipHop, French House und Disco, Ska und Dub, Post Punk und britischen Mod und Girl Pop von den Sechzigern bis Achtzigern teilten (in der Tat sucht man Referenzen zu Jimi Hendrix hier vergebens), klingen immer noch so beliebig, wie es ein derart breiter Geschmack schlechtestenfalls mit sich bringt. Wer noch keinen Begriff hat, denkt am ehesten an eine Kombination aus Post Punk-Gitarren, wie sie spätestens seit 2005 aus keiner Indiedisco mehr wegzudenken sind, und Elektropop, wie man ihn etwa von Client noch viel länger und programmatisch deutlich pfiffiger präsentiert kennt.
Wer andererseits nicht allein bei dieser Vorstellung schon anfängt zu gähnen, weil er die letzten Jahre ohnehin selig verschlafen hat, der zieht hier vielleicht das große Los.

Friedrich Reip

VÖ: 17.09.2010

Label: Warp

Tracklist:
01. Young Aren't Young
02. Lovesick (Once Again)
03. Killing It
04. Pigeons
05. Commotion
06. This Day Is Made
07. Dead Ending
08. Gold Blood
09. Dressed In Dresden
10. Last City
11. The Beach

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