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The Moonband
The Moonband: Open Space
Guter Country-Folk muss nicht unbedingt aus den USA kommen. The Moonband aus München tritt den Beweis dafür an - trotz eigenwiligem Konzept drumherum.
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Auf den ersten Blick wirkt das alles ein bisschen widersprüchlich: Seit 2008 gibt es dieses Quintett aus München, bei dem sich alles um das Universum dreht. Angefangen beim Namen, über Promofotos, Homepage und Plattencover bis hin zu den Nachnamen der Mitglieder, wirkt hier alles ein bisschen übertrieben konstruiert. So nennen die Bandmitglieder sich etwa Eugen Mondbasis oder Elena Rakete. Dass sich dahinter jedoch eine gestandnene Country-Folk-Band verbirgt, die ernst genommen werden will, vermutet man eher weniger.
The Moonband - We Don´t Care
Wer sich auf die Musik der Münchner konzentriert, merkt aber sofort, dass hier mehr dahinter steckt als eine langweilige Konzeptband: Von Banjo, mehreren Gitarren, Harfe, Glockenspiel und Kontrabass begleitet, werden die meisten Stücke der Moonband vom mehrstimmigen Gesang getragen, der sich durch eine erfrischende Mischung aus weiblicher und männlicher Stimme auszeichnet.
Während Folk, Blues und Country miteinander verschmelzen, erzählen die Münchner Geschichten, die vielschichtiger nicht sein könnten. In ihren gekonnt arrangierten Liedern besingen sie Wirtschaftskrise, Natur, Tom Waits und die Liebe. Der Mond und die Sterne kommen zwar auch mal vor, überlagern aber nicht das gesamte Album. Mit teilweise sehr starkem Country-Einschlag erfährt man so charmant von den kleinen und den großen Träumen, den Hochs und Tiefs im Leben. Auffällig oft steht dabei jemand im Mittelpunkt, der einsam durch die Natur streift und vor sich hinträumt.
Mit ihrem Debüt "Open Space", das am 13. August veröffentlicht wird, beweist The Moonband, dass auch Country-Folk auch in Bayern gemacht werden kann: Könnte man jedoch nicht überall nachlesen, dass die Band aus München kommt, würde man sie geographisch wahrscheinlich irgendwo in Texas verorten.
The Moonband - Roll On Blues
Übrigens: Ihre Liebe zur akustischen Musik beweist die Moonband auch mit dem Booklet zum Album, in dem die Gitarrengriffe zu jedem Lied direkt mit abgedruckt sind: All das unterstreicht den sympathisch-natürlichen Charakter der Band. Fraglich bleibt also lediglich, warum so geschickte Musiker eine solch lunare Tarnung um sich herum aufbauen, wenn sie doch gar nichts verstecken müssen.
Lydia Meyer
The Moonband - "Open Space"
VÖ: 13.08.2010
Label: Rockville Music (Soulfood Music)
Tracklist:
01. Devil´s Got A Piece Of Us
02. Tom Waits
03. The Internist
04. Top Of A Tree
05. Roll On Blues
06. In The Garden
07. We Don´t Care
08. Days To Live
09. Cross The River
10. Boogeyman
11. Right Before Our Eyes
12. No Direction Home
13. The Hiker
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Auf den ersten Blick wirkt das alles ein bisschen widersprüchlich: Seit 2008 gibt es dieses Quintett aus München, bei dem sich alles um das Universum dreht. Angefangen beim Namen, über Promofotos, Homepage und Plattencover bis hin zu den Nachnamen der Mitglieder, wirkt hier alles ein bisschen übertrieben konstruiert. So nennen die Bandmitglieder sich etwa Eugen Mondbasis oder Elena Rakete. Dass sich dahinter jedoch eine gestandnene Country-Folk-Band verbirgt, die ernst genommen werden will, vermutet man eher weniger.
The Moonband - We Don´t Care
Wer sich auf die Musik der Münchner konzentriert, merkt aber sofort, dass hier mehr dahinter steckt als eine langweilige Konzeptband: Von Banjo, mehreren Gitarren, Harfe, Glockenspiel und Kontrabass begleitet, werden die meisten Stücke der Moonband vom mehrstimmigen Gesang getragen, der sich durch eine erfrischende Mischung aus weiblicher und männlicher Stimme auszeichnet.
Während Folk, Blues und Country miteinander verschmelzen, erzählen die Münchner Geschichten, die vielschichtiger nicht sein könnten. In ihren gekonnt arrangierten Liedern besingen sie Wirtschaftskrise, Natur, Tom Waits und die Liebe. Der Mond und die Sterne kommen zwar auch mal vor, überlagern aber nicht das gesamte Album. Mit teilweise sehr starkem Country-Einschlag erfährt man so charmant von den kleinen und den großen Träumen, den Hochs und Tiefs im Leben. Auffällig oft steht dabei jemand im Mittelpunkt, der einsam durch die Natur streift und vor sich hinträumt.
Mit ihrem Debüt "Open Space", das am 13. August veröffentlicht wird, beweist The Moonband, dass auch Country-Folk auch in Bayern gemacht werden kann: Könnte man jedoch nicht überall nachlesen, dass die Band aus München kommt, würde man sie geographisch wahrscheinlich irgendwo in Texas verorten.
The Moonband - Roll On Blues
Übrigens: Ihre Liebe zur akustischen Musik beweist die Moonband auch mit dem Booklet zum Album, in dem die Gitarrengriffe zu jedem Lied direkt mit abgedruckt sind: All das unterstreicht den sympathisch-natürlichen Charakter der Band. Fraglich bleibt also lediglich, warum so geschickte Musiker eine solch lunare Tarnung um sich herum aufbauen, wenn sie doch gar nichts verstecken müssen.
Lydia Meyer
The Moonband - "Open Space"
VÖ: 13.08.2010
Label: Rockville Music (Soulfood Music)
Tracklist:
01. Devil´s Got A Piece Of Us
02. Tom Waits
03. The Internist
04. Top Of A Tree
05. Roll On Blues
06. In The Garden
07. We Don´t Care
08. Days To Live
09. Cross The River
10. Boogeyman
11. Right Before Our Eyes
12. No Direction Home
13. The Hiker
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