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The Notwist
The Notwist: The Devil, You + Me
Wenn ein Album durch die Decke geht, folgt in der Regel nach einem Jahr der Nachschub. The Notwist dagegen haben sich für "The Devil, You + Me" ordentlich Zeit gelassen. Und alles richtig gemacht!

Die große Gefahr, dass die Konsensband des Jahres 2002 in Vergessenheit geraten konnte, drohte eigentlich nicht. Viel zu lange dominierten The Notwist mit ihrem letzten Album "Neon Golden" die Medienwelt - und doch: Die vier Jungs haderten mehr als sie wollten mit dem Erfolg dieser Platte. Der Nachfolger sollte bereits vor drei Jahren in die Läden kommen und dann klang das Material am Ende "zu wenig nach The Notwist" - wie Sänger Markus Acher heute zugibt. Was also machen? Genau: Ein Nebenprojekt namens 13&God aus der Taufe heben, die Songs so auf dem Markt bringen und die Indiewelt weiterhin auf ein echtes Nachfolgewerk warten lassen.
In den sechs Jahren Pause ist viel passiert: Drummer und Gründungsmitglied Mecki Messerschmidt nahm Abschied von der Band, Soundtüftler Console startete eine erfolgreiche Solokarriere und Micha Acher gelang als Ms. John Soda der kommerzielle Durchbruch. Keine gute Ausgangsposition, in der sich die verbliebenen drei Eigenbrötler vor zwei Jahren trafen. Allerdings: Hört man ihr neues, sechstes Meisterwerk "The Devil, You + Me" muss man ihnen zugestehen, alles richtig gemacht zu haben. Zwar hätten die Songs auch ein Jahr nach "Neon Golden" das Licht der Welt erblicken können - so vertraut klingt der Sound - doch wer erwartet schon, dass The Notwist ein zweites Mal das Rad neu erfinden? Eben.
The Notwist - Where In This World
Eine Songwriter-Platte hatten sie auf dem Plan; Viel mehr ist es indes geworden! Brüchige Electronica trifft auf Folk- und Popmomente, Achers Gesang auf Einsamkeit und Eskapismus. Allein das Titelstück scheint hoffungsvoll geraten: Es geht um eine verbotene Liebe zwischen zwei Menschen, deren Umfeld alles daran setzt sie auseinander zu bringen. Vielleicht wählten The Notwist diesen Titel zur Namensgebung, damit wir nicht sofort merken, dass Acher und Co mehr als nötig vor der Welt flüchten wollen? In ein Paralleluniversum, wo es keinerlei Drähte nach Außen gibt und nichts, woran es sich lohnt festzuhalten.
Flüchten und auf die innere Stimme hören. Mehr bietet "The Devil, You + Me" dem Konsumenten nicht an. Und doch: Insgesamt funkelt die Platte schillernder als irgendwer erwaten konnte. Das nennt sich Luxus!
Marcus Willfroth
VÖ: 02.05.08
Label: City Slang/Universal
Tracklist:
01. Good Lies
02. Where In This World
03. Gloomy Planets
04. Alphabet
05. The Devil, You + Me
06. Gravity
07. Sleep
08. On Planet Off
09. Boneless
10. Hands On Us
11. Gone Gone Gone

Die große Gefahr, dass die Konsensband des Jahres 2002 in Vergessenheit geraten konnte, drohte eigentlich nicht. Viel zu lange dominierten The Notwist mit ihrem letzten Album "Neon Golden" die Medienwelt - und doch: Die vier Jungs haderten mehr als sie wollten mit dem Erfolg dieser Platte. Der Nachfolger sollte bereits vor drei Jahren in die Läden kommen und dann klang das Material am Ende "zu wenig nach The Notwist" - wie Sänger Markus Acher heute zugibt. Was also machen? Genau: Ein Nebenprojekt namens 13&God aus der Taufe heben, die Songs so auf dem Markt bringen und die Indiewelt weiterhin auf ein echtes Nachfolgewerk warten lassen.
In den sechs Jahren Pause ist viel passiert: Drummer und Gründungsmitglied Mecki Messerschmidt nahm Abschied von der Band, Soundtüftler Console startete eine erfolgreiche Solokarriere und Micha Acher gelang als Ms. John Soda der kommerzielle Durchbruch. Keine gute Ausgangsposition, in der sich die verbliebenen drei Eigenbrötler vor zwei Jahren trafen. Allerdings: Hört man ihr neues, sechstes Meisterwerk "The Devil, You + Me" muss man ihnen zugestehen, alles richtig gemacht zu haben. Zwar hätten die Songs auch ein Jahr nach "Neon Golden" das Licht der Welt erblicken können - so vertraut klingt der Sound - doch wer erwartet schon, dass The Notwist ein zweites Mal das Rad neu erfinden? Eben.
The Notwist - Where In This World
Eine Songwriter-Platte hatten sie auf dem Plan; Viel mehr ist es indes geworden! Brüchige Electronica trifft auf Folk- und Popmomente, Achers Gesang auf Einsamkeit und Eskapismus. Allein das Titelstück scheint hoffungsvoll geraten: Es geht um eine verbotene Liebe zwischen zwei Menschen, deren Umfeld alles daran setzt sie auseinander zu bringen. Vielleicht wählten The Notwist diesen Titel zur Namensgebung, damit wir nicht sofort merken, dass Acher und Co mehr als nötig vor der Welt flüchten wollen? In ein Paralleluniversum, wo es keinerlei Drähte nach Außen gibt und nichts, woran es sich lohnt festzuhalten.
Flüchten und auf die innere Stimme hören. Mehr bietet "The Devil, You + Me" dem Konsumenten nicht an. Und doch: Insgesamt funkelt die Platte schillernder als irgendwer erwaten konnte. Das nennt sich Luxus!
Marcus Willfroth
VÖ: 02.05.08
Label: City Slang/Universal
Tracklist:
01. Good Lies
02. Where In This World
03. Gloomy Planets
04. Alphabet
05. The Devil, You + Me
06. Gravity
07. Sleep
08. On Planet Off
09. Boneless
10. Hands On Us
11. Gone Gone Gone
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