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Locker-flockig-fröhlich-frischer Indie-Pop aus dem Sunshine State Florida: „Memoirs At the End Of the World“ bringt den Frühling jetzt auch in Deutschlands Eiswüste.

Passend zum bitterlich herbeigesehnten Frühlingsanfang machen The Postmarks den ersten Schritt Richtung Sonne und veröffentlichen „Memoirs At the End Of the World“ nach dem Release im vergangenen Jahr in den USA nun endlich auch in den deutschen Landen. Das zweite Album der Indie-Popper um Frontfrau Tim Yehezkely bringt uns episch angehauchten 60er-Jahre Sound unterlegt von sanft-träumerischen Gesängen. Vor allem die schön eingesetzte Instrumentierung prägt die Songs: mal mit Streichern, mal mit Trompeten aufgepeppt, sind sie durchweg von federleichter, verspielter Eleganz umgeben. Zwischen Surfer-Idylle und Cocktailparty im Sixties-Style treiben sie so vor sich hin, sanft plätschernd und wundervoll nostalgisch.
Dass The Postmarks außerdem große Kino- und Filmfans sind, hört man dem neuen Album an: Das pompöse, hymnenartige „No One Said This Would Be Easy“ ist praktisch für die Sexszene im Agenten-Thriller geschrieben, und während im Hintergrund das mit nervösen Geigen durchzogene „For Better...Or Worse?“ läuft, wird den Bösewichten dann endlich der finale Todesstoß verpasst. So erscheint auch der Entstehungsort der neuen Platte sehr prägend gewesen zu sein: in einer heruntergekommenen Bar in New York sollen sie zusammen gesessen und den Plan gefasst haben, ein Album zu schaffen, welches ihre dunkle Seite betont – und das ist auch durchaus zu hören.
Moment mal...dunkle Seite? War da eben nicht noch was mit Sunshine State und Surfer-Idylle? Ganz genau, doch The Postmarks schaffen es, beides miteinander zu vereinen und das auch noch gut klingen zu lassen. Trotz der Leichtigkeit, die den Songs anhaftet und trotz der Schwerelosigkeit, mit der sie durch den Raum zu schweben scheinen, lastet ein fast bedrückender, trauriger Nebel über „Memoirs At the End Of the World“, der nicht zuletzt durch den bittersüßen, oft elegischen Gesang hervorgerufen wird. Gut also, dass die Dame hinterm Mikro uns in „Thorn In Your Side“ noch einmal versichert „It's not the end of the world“ - auf den Gedanken könnte man bei selbigem Stück und dem nach Endzeit klingenden Albumtitel nämlich leicht kommen.
Wie ist diese Platte also am besten zusammenzufassen? Man versetze sich 50 Jahre zurück, stelle sich die Dame vom Cover vor, einen Tag am Strand, drückende Hitze, schwitzende Körper, leichte Verwirrung um die Geschehnisse der letzten alkoholdurchtränkten Nacht, und hinter der großen Ray Ban schaut sie mit verklärtem Blick den blonden Jungs beim Surfen zu, während die Gedanken noch immer wehmütig um den stilvollen Gentleman kreisen, der vor wenigen Stunden noch in lässiger Bond-Manier die Bar betrat... Retro-Indiepop vom Feinsten also.
Juliane Sondermeyer
VÖ: 12.02.2010
Label: Unfiltered Records
Tracklist:
01. No One Said This Would Be Easy
02. My Lucky Charm
03. Thorn In Your Side
04. Don't Know Till You Try
05. All You Ever Wanted
06. Run Away Love
07. For Better...Or Worse?
08. I'm In Deep
09. Thorn In Your Side [Reprise]
10. Go Jetsetter
11. Theme From `Memoirs'
12. The Girl From Algenib
13. Gone

Passend zum bitterlich herbeigesehnten Frühlingsanfang machen The Postmarks den ersten Schritt Richtung Sonne und veröffentlichen „Memoirs At the End Of the World“ nach dem Release im vergangenen Jahr in den USA nun endlich auch in den deutschen Landen. Das zweite Album der Indie-Popper um Frontfrau Tim Yehezkely bringt uns episch angehauchten 60er-Jahre Sound unterlegt von sanft-träumerischen Gesängen. Vor allem die schön eingesetzte Instrumentierung prägt die Songs: mal mit Streichern, mal mit Trompeten aufgepeppt, sind sie durchweg von federleichter, verspielter Eleganz umgeben. Zwischen Surfer-Idylle und Cocktailparty im Sixties-Style treiben sie so vor sich hin, sanft plätschernd und wundervoll nostalgisch.
Dass The Postmarks außerdem große Kino- und Filmfans sind, hört man dem neuen Album an: Das pompöse, hymnenartige „No One Said This Would Be Easy“ ist praktisch für die Sexszene im Agenten-Thriller geschrieben, und während im Hintergrund das mit nervösen Geigen durchzogene „For Better...Or Worse?“ läuft, wird den Bösewichten dann endlich der finale Todesstoß verpasst. So erscheint auch der Entstehungsort der neuen Platte sehr prägend gewesen zu sein: in einer heruntergekommenen Bar in New York sollen sie zusammen gesessen und den Plan gefasst haben, ein Album zu schaffen, welches ihre dunkle Seite betont – und das ist auch durchaus zu hören.
Moment mal...dunkle Seite? War da eben nicht noch was mit Sunshine State und Surfer-Idylle? Ganz genau, doch The Postmarks schaffen es, beides miteinander zu vereinen und das auch noch gut klingen zu lassen. Trotz der Leichtigkeit, die den Songs anhaftet und trotz der Schwerelosigkeit, mit der sie durch den Raum zu schweben scheinen, lastet ein fast bedrückender, trauriger Nebel über „Memoirs At the End Of the World“, der nicht zuletzt durch den bittersüßen, oft elegischen Gesang hervorgerufen wird. Gut also, dass die Dame hinterm Mikro uns in „Thorn In Your Side“ noch einmal versichert „It's not the end of the world“ - auf den Gedanken könnte man bei selbigem Stück und dem nach Endzeit klingenden Albumtitel nämlich leicht kommen.
Wie ist diese Platte also am besten zusammenzufassen? Man versetze sich 50 Jahre zurück, stelle sich die Dame vom Cover vor, einen Tag am Strand, drückende Hitze, schwitzende Körper, leichte Verwirrung um die Geschehnisse der letzten alkoholdurchtränkten Nacht, und hinter der großen Ray Ban schaut sie mit verklärtem Blick den blonden Jungs beim Surfen zu, während die Gedanken noch immer wehmütig um den stilvollen Gentleman kreisen, der vor wenigen Stunden noch in lässiger Bond-Manier die Bar betrat... Retro-Indiepop vom Feinsten also.
Juliane Sondermeyer
VÖ: 12.02.2010
Label: Unfiltered Records
Tracklist:
01. No One Said This Would Be Easy
02. My Lucky Charm
03. Thorn In Your Side
04. Don't Know Till You Try
05. All You Ever Wanted
06. Run Away Love
07. For Better...Or Worse?
08. I'm In Deep
09. Thorn In Your Side [Reprise]
10. Go Jetsetter
11. Theme From `Memoirs'
12. The Girl From Algenib
13. Gone






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