Welcome To The Walk Alone

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Mit ihrem Debüt "Girls And The Weather" wurden The Rumble Strips zu den Dexys Midnight Runners des 21. Jahrhunderts. Klingt ungewöhnlich? Ist es nicht.

Ein Remix brachte die Karriere der Band aus dem englischen Devon endgültig ins Rollen. Ihre Version von Amy Winehouses "Back To Black" ließ Sänger Charlie Waller nicht nur zum singenden Tourbegleiter von Mark Ronson werden, sondern war der Anfang einer Geschäftbeziehung, die für Ronson und The Rumble Strips im Studio ihren vorläufigen Höhepunkt fand.

Schon mit ihrem ersten Album präsentierten sich The Rumble Strips als die Dexys Midnight Runners des 21. Jahrhunderts: Dynamische Melodien, soulige Bläsereinsätze und dazu Charlie Wallers gellender Gesang. Nachdem ihr erstes Album noch mithilfe von Todd Burke (Jack Peñate, Belle and Sebastian) entstand, sorgte Ronson nun dafür, dass der bewährte Klang auf "Welcome To The Walk Alone" mit satten Streichern unterlegt wurde. Arrangiert hat die Wall Of Sound übrigens kein Geringerer, als Final Fantasy-Mastermind Owen Pallett, der auch schon die Orchestrierung des Last Shadow Puppets' Debüt übernommen hatte.

Von ihrer Wendigkeit und Schnelligkeit haben die neuen Songs trotz dickem Unterfutter nichts verloren und auch die Texte von Charlie Waller spiegeln den quietschvergnügten Sound seiner Band wieder. Egal ob als Ode an die Kratzbürstigkeit seiner (inzwischen Ex-) Frau, die in "Not The Only Person" Diebe in die Flucht schlägt oder "Douglas", einer Entschuldigung an seinen Jack Russel Terrier, der mit ihm im zuzementierten London weilen muss - The Rumble Strips überzeugen mit Up Tempo Stücken ebenso wie mit wiegendem Fünfzigerjahre Patsy Cline-Gedächtnis Sound.



Allerdings klingen längst nicht alle Songs so prägnant wie diese beiden oder der Titeltrack "Welcome To The Walk Alone", einer getragenen Ennio Morricone-Nummer, das hektische "London" oder der rührseligen Schlusstrack "Happy Hell". Mark Ronson hin oder her.

Britta Arent

VÖ: 20.11.09

Label: Universal

Tracklist:
01. Welcome To The Walk Alone
02. London
03. Not The Only Person
04. Daniel
05. Douglas
06. Back Bone
07. Sweet Heart Hooligan
08. Running On Empty
09. Dem Girls
10. Raindrops
11. Happy Hell
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