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The Slew
The Slew: 100 %
Dass sich Turntablelisten und Rocker nicht unbedingt unvereinbar gegenüber stehen müssen, zeigt aufs Neue die hoch infektiöse Mischung von The Slew.

Wahrscheinlich begann alles mit "Walk This Way". Dieser Bastard aus einem alten Aerosmith-Hit und einer Neubearbeitung durch die HipHopper Run DMC war die erste Annäherung der an sich gegensätzlichen Genres Hip Hop und Rock. Ausgehend von diesem Startpunkt sollte im Laufe der Zeit einige Bands auftauchen, die Rap- mit Rock-Elementen mischten – von guten Sachen wie Incubus bis zu schlimmen Ausfällen wie Limp Bizkit und ihren Nu-Metal-Konsorten. Doch die meisten Künstler blieben in ihren Genres verhaftet und beäugten „die Anderen“ argwöhnisch. Jetzt ist mit The Slew wieder eine Band angetreten, die beweist, dass die Fusion von Rap und Rock funktionieren kann - wie es ihnen kürzlich schon Blakroc mit ihrem selbstbetitelten Debüt gleichtaten.
Das Quartett besteht aus den Turntable-Künstlern Kid Koala und Dynomite D und den ehemaligen Wolfmother-Musikern Chris Ross und Myles Heskett, die Bass und Schlagzeug bedienen. Letztere geben das Rhythmus-Gerüst vor, über das Kid Koala und Dynomite D ihre auf sechs (!) Turntables erzeugten Scratches legen. Dazu kommen noch Keyboard-Flächen, ein paar Samples und Bluesrock-Gitarren, und fertig ist der psychedelische, groovende RockHop-Bastard. Die Band will vor allem die Musik sprechen lassen und gibt sich geheimnisvoll, es sind nicht einmal offizielle Photos von The Slew erhältlich. Doch die Songs an sich geben mehr als genug her. Der Titeltrack klingt wie eine Mischung aus James-Brown-Funk und "Sabotage" der Beastie Boys, "Wrong Side Of The Tracks" geht fast als Ballade durch. "Shackled Soul" wiederum ist ein schwerer Blues-Stampfer, der sich etwas schleppend in Bewegung setzt, aber dann umso schwerer zu stoppen ist.
Insgesamt rufen The Slew in Erinnerung, was das schlimme Verbrechen Nu Metal Einen fast vergessen ließ: dass die Mischung aus Rock und Rap auf eine funky organische Weise funktionieren kann, ohne bemüht oder dummdreist-aggressiv zu wirken.
Eric Bauer
VÖ: 04.12.09
Label: Puget Sound
Tracklist:
01. 100 %
02. It's All Over
03. Problem Child
04. You Turn Me Cold
05. Wrong Side Of The Tracks
06. Robbing Banks (Doin' Time)
07. The Grinder
08. Shackled Soul
09. Southheast Soliloquy
10. Battle Of Heaven & Hell

Wahrscheinlich begann alles mit "Walk This Way". Dieser Bastard aus einem alten Aerosmith-Hit und einer Neubearbeitung durch die HipHopper Run DMC war die erste Annäherung der an sich gegensätzlichen Genres Hip Hop und Rock. Ausgehend von diesem Startpunkt sollte im Laufe der Zeit einige Bands auftauchen, die Rap- mit Rock-Elementen mischten – von guten Sachen wie Incubus bis zu schlimmen Ausfällen wie Limp Bizkit und ihren Nu-Metal-Konsorten. Doch die meisten Künstler blieben in ihren Genres verhaftet und beäugten „die Anderen“ argwöhnisch. Jetzt ist mit The Slew wieder eine Band angetreten, die beweist, dass die Fusion von Rap und Rock funktionieren kann - wie es ihnen kürzlich schon Blakroc mit ihrem selbstbetitelten Debüt gleichtaten.
Das Quartett besteht aus den Turntable-Künstlern Kid Koala und Dynomite D und den ehemaligen Wolfmother-Musikern Chris Ross und Myles Heskett, die Bass und Schlagzeug bedienen. Letztere geben das Rhythmus-Gerüst vor, über das Kid Koala und Dynomite D ihre auf sechs (!) Turntables erzeugten Scratches legen. Dazu kommen noch Keyboard-Flächen, ein paar Samples und Bluesrock-Gitarren, und fertig ist der psychedelische, groovende RockHop-Bastard. Die Band will vor allem die Musik sprechen lassen und gibt sich geheimnisvoll, es sind nicht einmal offizielle Photos von The Slew erhältlich. Doch die Songs an sich geben mehr als genug her. Der Titeltrack klingt wie eine Mischung aus James-Brown-Funk und "Sabotage" der Beastie Boys, "Wrong Side Of The Tracks" geht fast als Ballade durch. "Shackled Soul" wiederum ist ein schwerer Blues-Stampfer, der sich etwas schleppend in Bewegung setzt, aber dann umso schwerer zu stoppen ist.
Insgesamt rufen The Slew in Erinnerung, was das schlimme Verbrechen Nu Metal Einen fast vergessen ließ: dass die Mischung aus Rock und Rap auf eine funky organische Weise funktionieren kann, ohne bemüht oder dummdreist-aggressiv zu wirken.
Eric Bauer
VÖ: 04.12.09
Label: Puget Sound
Tracklist:
01. 100 %
02. It's All Over
03. Problem Child
04. You Turn Me Cold
05. Wrong Side Of The Tracks
06. Robbing Banks (Doin' Time)
07. The Grinder
08. Shackled Soul
09. Southheast Soliloquy
10. Battle Of Heaven & Hell
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