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The Soft Pack
The Soft Pack : The Soft Pack
Sex Toys, Islam und Garage-Rock in einer Band. Geht gar nicht? Geht wohl! „The Soft Pack“ aus dem Golden State bestätigen einmal mehr: Nomen est omen.

Mit der Namensgebung haben es die vier Kalifornier aus San Diego aber wirklich: Vor kurzem tourte die 2007 gegründete Band noch als „The Muslims“ durch die Staaten, gab den Namen dann jedoch genervt, wegen unaufhörlich bohrender Nachfragen von Journalisten nach ihren politischen Hintergründen auf. Verständlich! Wer lässt sich denn schon gerne mit ermüdenden Dschihad-Witzen verarschen, wenn er einfach nur Musik machen will? Mit „The Soft Pack“ fand die Band dann binnen kürzester Zeit einen nicht minder provokanten Namen, spielt dieser doch auf die Bezeichnung eines schlaffen Dildos an. Nach „The Muslims“ und „Extinction“, ihren zwei EP Releases im vergangenen Jahr sowie dem Support von namenhaften Bands wie Bloc Party und Franz Ferdinand, erscheint nun ihr erstes Album. Doch mit ihrem selbstbetitelten Debüt scheint die Kreativität der Jungs für zotige Namen ein jähes Ende genommen zu haben.
Musikalisch bewegt sich das Quartett in den Gefilden des anständig gespielten und produzierten Garage-Rock, auch wenn hier und dort mal wieder Indie-Anleihen genommen werden und gelegentlich eine leichte Punkbriese weht. Klingt nicht wirklich außergewöhnlich? Wird es aber, wenn die Stimme von Matt Lamkin dazukommt. Dieser vermag es bisweilen in einigen der Songs zu klingen wie Iggy in seinen besten Stooges-Zeiten ("Pull Out, Move Along") und in anderen das schnoddrige und beinahe gelangweilte Gehabe des Strokes-Frontmanns Julian Casablancas ("C’Mon, More or Less") aufzugreifen. Nicht die schlechtesten Referenzen also, will dieser Spagat doch auch erstmal gemeistert werden.
So rumpelt sich die Combo abwechslungsreich durch die schlanken 32 Minuten (!) ihres Debüts, ohne dabei langweilig zu werden, aber eben leider auch ohne absolute Glanzmomente zu liefern. “We wanted to start a band that played simple, catchy, smart rock songs.” Dies ist den Jungs auch gelungen. Leider nicht mehr, aber eben auch nicht weniger.
Christoph Berger
VÖ: 19.02.10
Label: Cooperative (Universal)
Tracklist:
01. C'mon
02. Down On Loving
03. Answer To Yourself
04. Move Along
05. Pull Out
06. More Or Less
07. Tides Of Time
08. Flammable
09. Mexico
10. Parasites
Wer sich das Gesamtwerk der Band einmal Live anhören möchte: Im März sind The Soft Pack für zwei Konzerte (Berlin und Hamburg) auf Stippvisite in Deutschland.

Mit der Namensgebung haben es die vier Kalifornier aus San Diego aber wirklich: Vor kurzem tourte die 2007 gegründete Band noch als „The Muslims“ durch die Staaten, gab den Namen dann jedoch genervt, wegen unaufhörlich bohrender Nachfragen von Journalisten nach ihren politischen Hintergründen auf. Verständlich! Wer lässt sich denn schon gerne mit ermüdenden Dschihad-Witzen verarschen, wenn er einfach nur Musik machen will? Mit „The Soft Pack“ fand die Band dann binnen kürzester Zeit einen nicht minder provokanten Namen, spielt dieser doch auf die Bezeichnung eines schlaffen Dildos an. Nach „The Muslims“ und „Extinction“, ihren zwei EP Releases im vergangenen Jahr sowie dem Support von namenhaften Bands wie Bloc Party und Franz Ferdinand, erscheint nun ihr erstes Album. Doch mit ihrem selbstbetitelten Debüt scheint die Kreativität der Jungs für zotige Namen ein jähes Ende genommen zu haben.
Musikalisch bewegt sich das Quartett in den Gefilden des anständig gespielten und produzierten Garage-Rock, auch wenn hier und dort mal wieder Indie-Anleihen genommen werden und gelegentlich eine leichte Punkbriese weht. Klingt nicht wirklich außergewöhnlich? Wird es aber, wenn die Stimme von Matt Lamkin dazukommt. Dieser vermag es bisweilen in einigen der Songs zu klingen wie Iggy in seinen besten Stooges-Zeiten ("Pull Out, Move Along") und in anderen das schnoddrige und beinahe gelangweilte Gehabe des Strokes-Frontmanns Julian Casablancas ("C’Mon, More or Less") aufzugreifen. Nicht die schlechtesten Referenzen also, will dieser Spagat doch auch erstmal gemeistert werden.
So rumpelt sich die Combo abwechslungsreich durch die schlanken 32 Minuten (!) ihres Debüts, ohne dabei langweilig zu werden, aber eben leider auch ohne absolute Glanzmomente zu liefern. “We wanted to start a band that played simple, catchy, smart rock songs.” Dies ist den Jungs auch gelungen. Leider nicht mehr, aber eben auch nicht weniger.
Christoph Berger
VÖ: 19.02.10
Label: Cooperative (Universal)
Tracklist:
01. C'mon
02. Down On Loving
03. Answer To Yourself
04. Move Along
05. Pull Out
06. More Or Less
07. Tides Of Time
08. Flammable
09. Mexico
10. Parasites
Wer sich das Gesamtwerk der Band einmal Live anhören möchte: Im März sind The Soft Pack für zwei Konzerte (Berlin und Hamburg) auf Stippvisite in Deutschland.
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