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The Truffauts
The Truffauts: The Pleasures Of Life
Mit den Truffauts zurück in die Neunziger: Auf „The Pleasures Of Life“ tummelt sich ein Dutzend ungeschliffener Indie-Rock-Songs, die erfrischend uncool daherkommen.

The Truffauts existieren schon seit 1986. Nun erscheint mit „The Pleasures Of Life“ ihr zehntes Studioalbum und einzig und allein die Franken-Wiki und sub-bavaria.de geben brauchbare Informationen zu den Frankreich-affinen Franken her. Benannt nach dem französischen Regisseur Francois Truffaut, der unter anderem „Fahrenheit 451“ verfilmt hat, mutet auch das Gesamtbild der aus Nürnberg stammenden Indie-Rock-Band ziemlich frankophil an: Sie singen teilweise auf englisch, teilweise in französischer Sprache und haben sich allesamt äußerst französische Künstlernamen zugelegt. Dabei klingt all das, was die Musiker auf ihrem zehnten Album „The Pleasures Of Life“ auftischen, nicht wirklich nach Frankreich.
Ein bisschen Chanson meint man zwischendurch zwar herauszuhören, größtenteils erinnern die Truffauts auf „The Pleasures Of Life“ aber eher an die Indie-Rock-Legende Pavement. Natürlich kann niemand der Band um Stephen Malkmus das Wasser reichen, jedoch kommt man nicht umhin, ständig Vergleiche zwischen dem Nürnberger Quartett und den US-amerikanischen Indie-Rockern herzustellen.
Schön scheppernd, melodisch-locker und unpoliert kommen die Truffauts auf ihrem zehnten Album daher. Es klingt nach Garage: eine lärmende Gitarre hier, krachende Trommeln da. Der Gesang dazu klingt so lässig, lo-fi und roh, dass man die Texte kaum versteht. Dabei sind diese oft lustig und ironisch angehaucht: Charmant und bodenständig bewegt sich die Band zwischen Indie-Rock und Pop umher und reißt dabei auf unbeschwerte und trockene Weise Themen wie Fleischkonsum und Coolness im Allgemeinen an. Die Nürnberger scheinen mit ihrer Uncoolness zu spielen und erinnern auch dabei stark an das Bild eines Stephen Malkmus´ im gelben Regenmantel im Video zu „... And Carrot Rope“.
The Truffauts - Write Me A Song
Sechs Jahre lang hatten die Truffauts geruht. Das war von 1995 bis 2001. Es scheint, als hätte die Band einiges, was die in dieser Zeit verpasst hat, auf der Scheibe untergebracht: Fluffige Rhythmen und scheppernde Bass- und Schlagzeug-Beats machen ganz den Anschein nach einer Platte, die vor etwa fünfzehn Jahren produziert wurde. Obwohl die Band in ihrer 24-jährigen Geschichte nicht unbedingt erfolgreich war, scheint sie ihrem alten Stil treu geblieben zu sein. Das klingt entspannt und angenehm roh. Was den Longplayer ausmacht, sind seine Ecken und Kanten. Der Gesang ein bisschen zu leise und dahergenuschelt, die Gitarren vorlaut, der Bass wummernd. Genau das ist es, was die Truffauts interessant macht. Statt überproduzierten Tracks liefert die Band zwölf fluffig-unpolierte Indie-Rock-Songs, die sich von allem, was momentan in der Bundesrepublik produziert wird, unterscheiden.
„The Pleasures Of Life“ klingt wie eine Zeitreise zurück in die Neunziger, als die Röhrenjeans noch nicht zwingend in den Musikerschrank gehörten und die dicke Hornbrille noch kein Fensterglas fasste, sondern wirklich beim Sehen half. Die Truffauts sagen „Nein“ zu Konventionen und lassen Hipstertum und Dandy-Gehabe links liegen - frei nach dem Motto „Uncool ist das neue Cool!“.
VÖ: 27.08.2010
Label:Tp9 Records (Rough Trade)
Tracklist:
01. Une Question Sur Le Bonheur
02. Too Much To Expect
03. Tu Te Prends Toujours Tout Ce Que Tu Veux
04. Write Me A Song
05. Roll The Dice
06. It's All In My Mind
07. Unhip And Unaware
08. The Pleasures Of Life
09. Meat Eater
10. Pilgrim
11. If We Were Cool
12. Place For The Dead

The Truffauts existieren schon seit 1986. Nun erscheint mit „The Pleasures Of Life“ ihr zehntes Studioalbum und einzig und allein die Franken-Wiki und sub-bavaria.de geben brauchbare Informationen zu den Frankreich-affinen Franken her. Benannt nach dem französischen Regisseur Francois Truffaut, der unter anderem „Fahrenheit 451“ verfilmt hat, mutet auch das Gesamtbild der aus Nürnberg stammenden Indie-Rock-Band ziemlich frankophil an: Sie singen teilweise auf englisch, teilweise in französischer Sprache und haben sich allesamt äußerst französische Künstlernamen zugelegt. Dabei klingt all das, was die Musiker auf ihrem zehnten Album „The Pleasures Of Life“ auftischen, nicht wirklich nach Frankreich.
Ein bisschen Chanson meint man zwischendurch zwar herauszuhören, größtenteils erinnern die Truffauts auf „The Pleasures Of Life“ aber eher an die Indie-Rock-Legende Pavement. Natürlich kann niemand der Band um Stephen Malkmus das Wasser reichen, jedoch kommt man nicht umhin, ständig Vergleiche zwischen dem Nürnberger Quartett und den US-amerikanischen Indie-Rockern herzustellen.
Schön scheppernd, melodisch-locker und unpoliert kommen die Truffauts auf ihrem zehnten Album daher. Es klingt nach Garage: eine lärmende Gitarre hier, krachende Trommeln da. Der Gesang dazu klingt so lässig, lo-fi und roh, dass man die Texte kaum versteht. Dabei sind diese oft lustig und ironisch angehaucht: Charmant und bodenständig bewegt sich die Band zwischen Indie-Rock und Pop umher und reißt dabei auf unbeschwerte und trockene Weise Themen wie Fleischkonsum und Coolness im Allgemeinen an. Die Nürnberger scheinen mit ihrer Uncoolness zu spielen und erinnern auch dabei stark an das Bild eines Stephen Malkmus´ im gelben Regenmantel im Video zu „... And Carrot Rope“.
The Truffauts - Write Me A Song
Sechs Jahre lang hatten die Truffauts geruht. Das war von 1995 bis 2001. Es scheint, als hätte die Band einiges, was die in dieser Zeit verpasst hat, auf der Scheibe untergebracht: Fluffige Rhythmen und scheppernde Bass- und Schlagzeug-Beats machen ganz den Anschein nach einer Platte, die vor etwa fünfzehn Jahren produziert wurde. Obwohl die Band in ihrer 24-jährigen Geschichte nicht unbedingt erfolgreich war, scheint sie ihrem alten Stil treu geblieben zu sein. Das klingt entspannt und angenehm roh. Was den Longplayer ausmacht, sind seine Ecken und Kanten. Der Gesang ein bisschen zu leise und dahergenuschelt, die Gitarren vorlaut, der Bass wummernd. Genau das ist es, was die Truffauts interessant macht. Statt überproduzierten Tracks liefert die Band zwölf fluffig-unpolierte Indie-Rock-Songs, die sich von allem, was momentan in der Bundesrepublik produziert wird, unterscheiden.
„The Pleasures Of Life“ klingt wie eine Zeitreise zurück in die Neunziger, als die Röhrenjeans noch nicht zwingend in den Musikerschrank gehörten und die dicke Hornbrille noch kein Fensterglas fasste, sondern wirklich beim Sehen half. Die Truffauts sagen „Nein“ zu Konventionen und lassen Hipstertum und Dandy-Gehabe links liegen - frei nach dem Motto „Uncool ist das neue Cool!“.
VÖ: 27.08.2010
Label:Tp9 Records (Rough Trade)
Tracklist:
01. Une Question Sur Le Bonheur
02. Too Much To Expect
03. Tu Te Prends Toujours Tout Ce Que Tu Veux
04. Write Me A Song
05. Roll The Dice
06. It's All In My Mind
07. Unhip And Unaware
08. The Pleasures Of Life
09. Meat Eater
10. Pilgrim
11. If We Were Cool
12. Place For The Dead



