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Tommy Finke
Tommy Finke: Poet Der Affen/Poet Of The Apes
Um seine ausländischen Freunde zu beglücken, greift Tommy Finke auf seinem Zweitling zum Wörterbuch und präsentiert "simply songwriter-pop".

Man könnte meinen, dass jeder Songwriter irgendwann für sich die Entscheidung trifft, in welcher Sprache seine Feder schreibt. Eines Besseren belehrt uns ein junger Musiker aus dem Ruhrgebiet, dessen neue Platte gleich in doppelter Ausführung, in deutscher und englischer Sprache, erscheint. Er will auch im Ausland verstanden werden und geht damit für seine Fans ein Wagnis ein. Musikalisch hingegen wird nicht experimentiert, sondern auf Bewährtes zurückgegriffen. Ob das Konzept aufgeht?
Wie sein Debut ist auch das zweite Album mit vielen vertrauten Klängen und Melodien gespickt. Tommy Finke macht aus seinen Vorbildern kein Geheimnis. Die Songs auf „Poet der Affen/Poet Of The Apes“ haben sich von allen, die in Sachen Indiepop und Singer/Songwriter den Hut aufhaben, eine großzügige Scheibe abgeschnitten. Oasis gehören auch dazu und werden, angelehnt an ihr Best-Of-Album, beim Namen der ersten Singleauskopplung berücksichtigt. „Stop The Clocks“ heißt diese und hat wie fast jeder Titel der Platte so ziemlich alles, was man von einem Popsong erwartet. Markante Synths untermalen zusammen mit geordneter Akkordbegleitung und treibendem Schlagzeug die eingängigen Lieder, unterlegt mit sloganhaften Texten, teils hymnenähnlichen Melodien und einer gewissen Portion Pathos. Finke erzählt in dreizehn Songs von Alltagsbeobachtungen und schneidet allerlei Probleme an, bleibt in seiner Kritik und Provokation aber eher zurückhaltend, beinahe schüchtern. Die Musik bestärkt diesen Eindruck. Streichereinlagen verleihen teils bluesigen Klavierlinien in melancholischen Songpassagen die nötige Dramatik und unterstützen ihn, wenn er von schweren Zeiten singt. Gelegentlich greift der Bochumer auch zu Mundharmonika oder Akkordeon, verzichtet auf elektronisches Füllgeklimper und stellt in Songs wie „Es kommt kein Schiff/No Ferry 'Cross The Mersey“ oder „Die B-Seite der Single/The B-Side Of The Single“ durchaus überzeugend seine Qualitäten als Singer/Songwriter unter Beweis. Diese sind jedoch leider zu akkurat von seinen Vorbildern geschult, sodass man hinter gewissen Taktstrichen stets eine bekannte Stimme vermutet, die gleich zum Mikrofon greift und das Rätsel um den Namen der Band, die einem nicht einfallen will, auflöst.
Die Zweisprachigkeit macht dieses Album zu einem Pionier unter den Tonträgern deutscher Singer/Songwriter, abgesehen davon finden sich jedoch kaum originelle Neueinfälle als vielmehr altbekannte Muster. Dieses Album besitzt weder einen Höhepunkt noch das Gegenteil, es kommt häufig viel zu glatt rüber und neigt dadurch zum Dahinplätschern. Einen wirklichen Gewinn durch die zwei Sprachversionen kann diese Platte nicht verbuchen, eher stellt man sich die Frage, warum er sich die Mühe gemacht hat. Vielleicht punktet er damit bei seinen ausländischen Fans, hier eher nicht.
„Mein Name ist Tommy Finke. Ich schreibe Lieder. Nicht mehr und nicht weniger.“ Damit behält er leider recht.
VÖ: 29.01.2010
Label: Indigo
Tracklist:
CD 1
01. Poet der Affen
02. Borderline Betty
03. Stop the clocks
04. Die B-Seite der Single
05. Es kommt kein Schiff
06. Raus aus dieser Stadt
07. Die Arroganz der Gosse
08. Um den Schlaf gebracht
09. Eigentlich sind sie als Punkband unterwegs
10. Ein schlechter Reim
11. Die Tiere suchen
12. Zukunftsmann
13. Magnet
CD 2
01. Poet of the apes
02. Borderline Betty II
03. Stop the clocks II
04. The b-side of the single
05. No perry 'cross the Mersey
06. Leaving the city
07. Gutter arrogance
08. When she wiped all my sleep away
09. They are a punkband after all
10. A poorly written rhyme
11. The creatures search for fodder
12. Tomorrow man
13. Magnet II

Man könnte meinen, dass jeder Songwriter irgendwann für sich die Entscheidung trifft, in welcher Sprache seine Feder schreibt. Eines Besseren belehrt uns ein junger Musiker aus dem Ruhrgebiet, dessen neue Platte gleich in doppelter Ausführung, in deutscher und englischer Sprache, erscheint. Er will auch im Ausland verstanden werden und geht damit für seine Fans ein Wagnis ein. Musikalisch hingegen wird nicht experimentiert, sondern auf Bewährtes zurückgegriffen. Ob das Konzept aufgeht?
Wie sein Debut ist auch das zweite Album mit vielen vertrauten Klängen und Melodien gespickt. Tommy Finke macht aus seinen Vorbildern kein Geheimnis. Die Songs auf „Poet der Affen/Poet Of The Apes“ haben sich von allen, die in Sachen Indiepop und Singer/Songwriter den Hut aufhaben, eine großzügige Scheibe abgeschnitten. Oasis gehören auch dazu und werden, angelehnt an ihr Best-Of-Album, beim Namen der ersten Singleauskopplung berücksichtigt. „Stop The Clocks“ heißt diese und hat wie fast jeder Titel der Platte so ziemlich alles, was man von einem Popsong erwartet. Markante Synths untermalen zusammen mit geordneter Akkordbegleitung und treibendem Schlagzeug die eingängigen Lieder, unterlegt mit sloganhaften Texten, teils hymnenähnlichen Melodien und einer gewissen Portion Pathos. Finke erzählt in dreizehn Songs von Alltagsbeobachtungen und schneidet allerlei Probleme an, bleibt in seiner Kritik und Provokation aber eher zurückhaltend, beinahe schüchtern. Die Musik bestärkt diesen Eindruck. Streichereinlagen verleihen teils bluesigen Klavierlinien in melancholischen Songpassagen die nötige Dramatik und unterstützen ihn, wenn er von schweren Zeiten singt. Gelegentlich greift der Bochumer auch zu Mundharmonika oder Akkordeon, verzichtet auf elektronisches Füllgeklimper und stellt in Songs wie „Es kommt kein Schiff/No Ferry 'Cross The Mersey“ oder „Die B-Seite der Single/The B-Side Of The Single“ durchaus überzeugend seine Qualitäten als Singer/Songwriter unter Beweis. Diese sind jedoch leider zu akkurat von seinen Vorbildern geschult, sodass man hinter gewissen Taktstrichen stets eine bekannte Stimme vermutet, die gleich zum Mikrofon greift und das Rätsel um den Namen der Band, die einem nicht einfallen will, auflöst.
Die Zweisprachigkeit macht dieses Album zu einem Pionier unter den Tonträgern deutscher Singer/Songwriter, abgesehen davon finden sich jedoch kaum originelle Neueinfälle als vielmehr altbekannte Muster. Dieses Album besitzt weder einen Höhepunkt noch das Gegenteil, es kommt häufig viel zu glatt rüber und neigt dadurch zum Dahinplätschern. Einen wirklichen Gewinn durch die zwei Sprachversionen kann diese Platte nicht verbuchen, eher stellt man sich die Frage, warum er sich die Mühe gemacht hat. Vielleicht punktet er damit bei seinen ausländischen Fans, hier eher nicht.
„Mein Name ist Tommy Finke. Ich schreibe Lieder. Nicht mehr und nicht weniger.“ Damit behält er leider recht.
VÖ: 29.01.2010
Label: Indigo
Tracklist:
CD 1
01. Poet der Affen
02. Borderline Betty
03. Stop the clocks
04. Die B-Seite der Single
05. Es kommt kein Schiff
06. Raus aus dieser Stadt
07. Die Arroganz der Gosse
08. Um den Schlaf gebracht
09. Eigentlich sind sie als Punkband unterwegs
10. Ein schlechter Reim
11. Die Tiere suchen
12. Zukunftsmann
13. Magnet
CD 2
01. Poet of the apes
02. Borderline Betty II
03. Stop the clocks II
04. The b-side of the single
05. No perry 'cross the Mersey
06. Leaving the city
07. Gutter arrogance
08. When she wiped all my sleep away
09. They are a punkband after all
10. A poorly written rhyme
11. The creatures search for fodder
12. Tomorrow man
13. Magnet II
Links
kai-uwe.weser
vor 751d 21h
Der einzige deutsche Poet der Affen ist aber unbestritten Peter Fox!






und ich würde sogar sagen, der beste aller primaten!!!
http://www.youtube.com/watch?v=_mhu8d7mCuw&feature=channel
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