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TV Buddhas
TV Buddhas: Dying At The Party
Garage Rock mit LoFi, Lärm und Leidenschaft – und garantiert nicht kompliziert, wenn es auch einfach geht.

Einem Trio, das mit Gitarre, Bass, Schlagzeug, einem tiefergelegten Scheppergroove, mächtig Dampf in der Poperze und einem Albumtitel wie „Dying At The Party“ daherkommt, verlangt man ganz sicher nicht ab, die Welt zu verbessern, die Musikindustrie zu retten oder irgendwann mal einen Grammy abzustauben. Die TV Buddhas machen dafür einfach nur Rock’n’Roll, beziehungsweise das, was man eigentlich unter Rock’n’Roll verstehen sollte: rüde dahingeshredderte Songs, in denen es vornehmlich um „my baby“, den allgemein beklagenswerten eigenen Zustand und den ganzen verdammten Rest geht. All das in strikter Garage Rock-Manier – schnell drauflos, niemals umdrehen und im Zweifelsfall lieber noch ein bisschen lauter.
„Dying At The Party“ ist das (je nachdem, wie man sich das zusammenreimt) ungefähr dritte Album der praktisch immertourenden TV Buddhas und es ist natürlich wieder alles darauf ein bisschen stumpf durchgeprügelt, was – andererseits – auch so etwas wie den Charme des Genres ausmacht. Im Zweifelsfall geht es immer noch ein wenig einfacher, dröhnender und mit ein paar hingekreischten "Alright!"s mehr. Oder mit einer geradezu berechenbaren Tempoexplosion, nachdem erstmal schön stoisch-trunken Spannung aufgebaut wurde. Oder gleich mit der in der Musikgeschichte etwas – nun ja – abgegriffenen "I don’t care"-Phrase als Moshpit-Gassenhauer. Oder einer nicht eben leise winselnden Slide-Gitarre und der zugehörigen Leidensbotschaft – es geht um eine Liebeserklärung, klar. Und das waren jetzt nur die ersten vier Songs.
TV Buddhas – "Fun Girls" (nicht auf diesem Album!)
Diese Art Rock wird niemals sterben, solange der Strom bezahlbar ist, was ja auch so sein soll im Gitarrenmusik-Kosmos. Denn so ganz Unrecht haben die drei wahlberliner Israelis nicht, wenn sie sich als Antipode zu all den hibbeligen Retrosurf-Bands oder überkandidelten Artrockern sehen. Am Ende holt sich Rock seine Energie immer dort, wo es am dreckigsten und direktesten zugeht. Die TV Buddhas sind da sehr solide unterwegs, auch wenn sie – was eben dem Wesen des Genres zuzuordnen ist – nicht wirklich Neues beisteuern. Niemand erwartet das von einem Garage Rock-Trio. Erwartet werden LoFi, Lärm und Leidenschaft. Die bieten sie; und zwar sehr ordentlich.
Augsburg
VÖ: 12.11.2010
Label: Trost / Cargo
Trackliste:
1. Let Me Sleep
2. I Don't Belong In This World
3. My Life On Screen
4. I Want You
5. Long Way Down
6. Dying At The Party
7. TV Tonight
8. No Edge At All
9. It Doesn't Feel Good

Einem Trio, das mit Gitarre, Bass, Schlagzeug, einem tiefergelegten Scheppergroove, mächtig Dampf in der Poperze und einem Albumtitel wie „Dying At The Party“ daherkommt, verlangt man ganz sicher nicht ab, die Welt zu verbessern, die Musikindustrie zu retten oder irgendwann mal einen Grammy abzustauben. Die TV Buddhas machen dafür einfach nur Rock’n’Roll, beziehungsweise das, was man eigentlich unter Rock’n’Roll verstehen sollte: rüde dahingeshredderte Songs, in denen es vornehmlich um „my baby“, den allgemein beklagenswerten eigenen Zustand und den ganzen verdammten Rest geht. All das in strikter Garage Rock-Manier – schnell drauflos, niemals umdrehen und im Zweifelsfall lieber noch ein bisschen lauter.
„Dying At The Party“ ist das (je nachdem, wie man sich das zusammenreimt) ungefähr dritte Album der praktisch immertourenden TV Buddhas und es ist natürlich wieder alles darauf ein bisschen stumpf durchgeprügelt, was – andererseits – auch so etwas wie den Charme des Genres ausmacht. Im Zweifelsfall geht es immer noch ein wenig einfacher, dröhnender und mit ein paar hingekreischten "Alright!"s mehr. Oder mit einer geradezu berechenbaren Tempoexplosion, nachdem erstmal schön stoisch-trunken Spannung aufgebaut wurde. Oder gleich mit der in der Musikgeschichte etwas – nun ja – abgegriffenen "I don’t care"-Phrase als Moshpit-Gassenhauer. Oder einer nicht eben leise winselnden Slide-Gitarre und der zugehörigen Leidensbotschaft – es geht um eine Liebeserklärung, klar. Und das waren jetzt nur die ersten vier Songs.
TV Buddhas – "Fun Girls" (nicht auf diesem Album!)
Diese Art Rock wird niemals sterben, solange der Strom bezahlbar ist, was ja auch so sein soll im Gitarrenmusik-Kosmos. Denn so ganz Unrecht haben die drei wahlberliner Israelis nicht, wenn sie sich als Antipode zu all den hibbeligen Retrosurf-Bands oder überkandidelten Artrockern sehen. Am Ende holt sich Rock seine Energie immer dort, wo es am dreckigsten und direktesten zugeht. Die TV Buddhas sind da sehr solide unterwegs, auch wenn sie – was eben dem Wesen des Genres zuzuordnen ist – nicht wirklich Neues beisteuern. Niemand erwartet das von einem Garage Rock-Trio. Erwartet werden LoFi, Lärm und Leidenschaft. Die bieten sie; und zwar sehr ordentlich.
Augsburg
VÖ: 12.11.2010
Label: Trost / Cargo
Trackliste:
1. Let Me Sleep
2. I Don't Belong In This World
3. My Life On Screen
4. I Want You
5. Long Way Down
6. Dying At The Party
7. TV Tonight
8. No Edge At All
9. It Doesn't Feel Good




