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Two Door Cinema Club
Two Door Cinema Club: Tourist History
Ein neues schwitziges Indie-Pop-Spektakel aus Nordirland bittet um Gehör. Gestatten: Two Door Cinema Club.
Blasse Wangen haben sie alle, an die Herkunft des Trios erinnert jedoch nur der Rotschopf des Frontmannes. Die Band aus dem kleinen, am Meer gelegenen Bangor in Nordirland schloss sich entweder zusammen, um die Langeweile zu bekämpfen oder aber um die Tanzflächen der Independent-Szene zu erobern. MySpace gab den letzten Schubs, um mit dem französischen Label Kitsuné in Kontakt zu treten, die mit ihrer Neuentdeckung Two Door Cinema Club nicht lange hinter dem Berg hielten.
Mit dem Bandnamen verbunden ist übrigens ein kleiner Scherz über die Leseschwäche von Gitarrist Sam Halliday, der die Band unbedingt nach dem „Tudor Cinema“ der überschaubaren Heimatstadt benennen wollte, in welchem die jungen Herren oft abhingen, es aber versehentlich als „Two Door Cinema“ auswies.
Abgesehen von diesem kleinen Lapsus könnte man jedoch analog zu den flitzenden Gitarrenspitzen annehmen, die elektrischen Reize im Nervensystem der Iren schwirren kunterbunt und beängstigend ungebremst von Synapse zu Synapse. Auf die hymnische Klangtapete der Gitarren treffen verspielte Basslinien mit Hang zum Discofunk, doch letztlich sind es die Drums – oder in diesen Fällen: der Computer als Ersatz –die dafür sorgen, dass dem ganzen Gefüge das nötige Tempo eingeheizt wird.
Eine kurze Verschnaufpause gönnen Two Door Cinema Club dem Zuhörer schon bei dem dritten Song „Do You Want It All“, bei dem man sich gern mit gedankenverlorener Träumerei begnügt. Zur Mitte des Debüts entrücken die zarten Füßchen also dem Diskokugel-Glitzer-Floor, das war es dann aber auch schon. Die Ruhe vor dem Sturm – mit der zweiten Albumhälfte werden nahtlos die Höhepunkte entlarvt: „Something Good Can Work“ und die erste Singleauskopplung „I Can Talk“ reichen erneut eine bittende Hand zur Zappelei.
Ein schwitziges Tanzspektakel, welches sich mit ungestümen Pirouetten in die Welt des Indie-Pop eingliedert und bereits nach etwa 33 Minuten ein Ende findet. Was dem ganzen keinen Abbruch tut, denn wie sagt man so schön: „kurz und schmerzlos“, wobei „kurz, aber aufgedreht auf ganzer Linie“ wohl angebrachter wäre.
Elli Eberhardt
VÖ: 05.03.2010
Label: Cooperative/UNIVERSAL
Tracklist:
01. Cigarettes In The Theatre
02. Come Back Home
03. Do You Want It All ?
04. This Is The Life
05. Something Good Can Work
06. I Can Talk
07. Undercover Martyn
08. What You Know
09. Eat That Up, It's Good For You
10. You Are Not Stubborn
Blasse Wangen haben sie alle, an die Herkunft des Trios erinnert jedoch nur der Rotschopf des Frontmannes. Die Band aus dem kleinen, am Meer gelegenen Bangor in Nordirland schloss sich entweder zusammen, um die Langeweile zu bekämpfen oder aber um die Tanzflächen der Independent-Szene zu erobern. MySpace gab den letzten Schubs, um mit dem französischen Label Kitsuné in Kontakt zu treten, die mit ihrer Neuentdeckung Two Door Cinema Club nicht lange hinter dem Berg hielten. Mit dem Bandnamen verbunden ist übrigens ein kleiner Scherz über die Leseschwäche von Gitarrist Sam Halliday, der die Band unbedingt nach dem „Tudor Cinema“ der überschaubaren Heimatstadt benennen wollte, in welchem die jungen Herren oft abhingen, es aber versehentlich als „Two Door Cinema“ auswies.
Abgesehen von diesem kleinen Lapsus könnte man jedoch analog zu den flitzenden Gitarrenspitzen annehmen, die elektrischen Reize im Nervensystem der Iren schwirren kunterbunt und beängstigend ungebremst von Synapse zu Synapse. Auf die hymnische Klangtapete der Gitarren treffen verspielte Basslinien mit Hang zum Discofunk, doch letztlich sind es die Drums – oder in diesen Fällen: der Computer als Ersatz –die dafür sorgen, dass dem ganzen Gefüge das nötige Tempo eingeheizt wird.
Eine kurze Verschnaufpause gönnen Two Door Cinema Club dem Zuhörer schon bei dem dritten Song „Do You Want It All“, bei dem man sich gern mit gedankenverlorener Träumerei begnügt. Zur Mitte des Debüts entrücken die zarten Füßchen also dem Diskokugel-Glitzer-Floor, das war es dann aber auch schon. Die Ruhe vor dem Sturm – mit der zweiten Albumhälfte werden nahtlos die Höhepunkte entlarvt: „Something Good Can Work“ und die erste Singleauskopplung „I Can Talk“ reichen erneut eine bittende Hand zur Zappelei.
Ein schwitziges Tanzspektakel, welches sich mit ungestümen Pirouetten in die Welt des Indie-Pop eingliedert und bereits nach etwa 33 Minuten ein Ende findet. Was dem ganzen keinen Abbruch tut, denn wie sagt man so schön: „kurz und schmerzlos“, wobei „kurz, aber aufgedreht auf ganzer Linie“ wohl angebrachter wäre.
Elli Eberhardt
VÖ: 05.03.2010
Label: Cooperative/UNIVERSAL
Tracklist:
01. Cigarettes In The Theatre
02. Come Back Home
03. Do You Want It All ?
04. This Is The Life
05. Something Good Can Work
06. I Can Talk
07. Undercover Martyn
08. What You Know
09. Eat That Up, It's Good For You
10. You Are Not Stubborn
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Two Door Cinema Club is an example of musical collective which has arisen literally from anywhere at once with melodious enough material, capable to hook on an ear even the most cynical inhabitant, say, the advanced Belfast. Approximately those few press releases devoted to their creativity thus look. Also it is impossible to disagree.
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