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Vampire Weekend
Vampire Weekend: "Vampire Weekend"
Im Gegensatz zu den aufgeblasenen Britpop-Mogulen, setzten Musiker aus New York schon immer auf eine gewisse Contenance. Folgerichtig gilt auch für Vampire Weekend: Wer ganz vorne mitgrölen will, muss das Feld - unverhofft - von hinten aufrollen!
Manche proklamierten vor einiger Zeit, dass die Rockmusik in ihren Grundfesten erschüttert werden könnte, wenn Vampire Weekend ihr erstes Album veröffentlichen. Nun ja, eine schwere Bürde, die den vier Jungs aus N.Y.C. auferlegt wurde. Aber nicht nur das, auch ihre letzt jährige Europatour war restlos ausverkauft - obwohl bis Dato nur vier Songs auf ihrer MySpace-Seite zu hören waren. "Mund zu Mund"-Propaganda nannte man das früher, heute einfach: Blog-Kultur.
Rechtfertigt das so sehnsüchtig erwartete Debüt all den Trubel? Es schafft es zumindest zweierlei: Polarisierung und Referenznotstand. Vampire Weekend sehen weder cool aus (Sänger Ezra Koenig liebt Slipper mit kleinen Lederbommeln an der Lasche), noch ist ihr Sound vergleichbar mit dem von Bands wie den Strokes, den White Stripes oder Interpol. Denn: Sie pfeifen auf musikalische Konventionen und tauchen ganz tief in die Weltmusik ein. Bedienen sich beim Jazz, setzen auf reichlich verquerte New Wave-Beats und versuchen schlussendlich eine Eruption aus afrikanischer und Sixties-lastiger Popmusik.
Obwohl man es spätestens jetzt vermuten könnte, kommen Vampire Weekend textlich nicht klugscheißerisch daher. Allein im Song "Oxford Comma" erklären sie: "Who give a fuck about Oxford Comma?/I climbed to Dharamsala too, I did/I met the highest lama/His accent sounded fine/to me". Zwischen durch rutsch ihnen in der Single "A-Punk" sogar ein dumpfes "ey, ey, ey" raus; oder es werden scheinbar bekannte Worte in einer unerkennbaren Sprache "zer"sungen.
Was bleibt, als zu sagen: "Vampire Weekend" ist genau der Erstling geworden, den viele im Vorfeld erwartet hatten. Vielleicht eins - schon lange hat die Musikwelt keinen so erfrischenden Newcomer mehr begrüßen dürfen. Willkommen und macht es euch gemütlich, dauerhaft!
Marcus Willfroth
Vö: 22.2.07
Label: XL Recordings/Beggars Group/Indigo
Tracklist:
1. Mansard Roof
2. Oxford Comma
3. A-Punk
4. Cape Cod Kwassa Kwassa
5. M79
6. Campus
7. Bryn
8. One (Blake's Got A New Face)
9. I Stand Corrected
10. Walcott
11. The Kids Don't Stand A Chance
Manche proklamierten vor einiger Zeit, dass die Rockmusik in ihren Grundfesten erschüttert werden könnte, wenn Vampire Weekend ihr erstes Album veröffentlichen. Nun ja, eine schwere Bürde, die den vier Jungs aus N.Y.C. auferlegt wurde. Aber nicht nur das, auch ihre letzt jährige Europatour war restlos ausverkauft - obwohl bis Dato nur vier Songs auf ihrer MySpace-Seite zu hören waren. "Mund zu Mund"-Propaganda nannte man das früher, heute einfach: Blog-Kultur.
Rechtfertigt das so sehnsüchtig erwartete Debüt all den Trubel? Es schafft es zumindest zweierlei: Polarisierung und Referenznotstand. Vampire Weekend sehen weder cool aus (Sänger Ezra Koenig liebt Slipper mit kleinen Lederbommeln an der Lasche), noch ist ihr Sound vergleichbar mit dem von Bands wie den Strokes, den White Stripes oder Interpol. Denn: Sie pfeifen auf musikalische Konventionen und tauchen ganz tief in die Weltmusik ein. Bedienen sich beim Jazz, setzen auf reichlich verquerte New Wave-Beats und versuchen schlussendlich eine Eruption aus afrikanischer und Sixties-lastiger Popmusik.
Obwohl man es spätestens jetzt vermuten könnte, kommen Vampire Weekend textlich nicht klugscheißerisch daher. Allein im Song "Oxford Comma" erklären sie: "Who give a fuck about Oxford Comma?/I climbed to Dharamsala too, I did/I met the highest lama/His accent sounded fine/to me". Zwischen durch rutsch ihnen in der Single "A-Punk" sogar ein dumpfes "ey, ey, ey" raus; oder es werden scheinbar bekannte Worte in einer unerkennbaren Sprache "zer"sungen.
Was bleibt, als zu sagen: "Vampire Weekend" ist genau der Erstling geworden, den viele im Vorfeld erwartet hatten. Vielleicht eins - schon lange hat die Musikwelt keinen so erfrischenden Newcomer mehr begrüßen dürfen. Willkommen und macht es euch gemütlich, dauerhaft!
Marcus Willfroth
Vö: 22.2.07
Label: XL Recordings/Beggars Group/Indigo
Tracklist:
1. Mansard Roof
2. Oxford Comma
3. A-Punk
4. Cape Cod Kwassa Kwassa
5. M79
6. Campus
7. Bryn
8. One (Blake's Got A New Face)
9. I Stand Corrected
10. Walcott
11. The Kids Don't Stand A Chance
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