148 online
- Melt! Festival
- The Shins
- Michael Kiwanuka
- Various Artists
- Die Ärzte
- Santigold
- Tenacious D
- Hot Chip
- Totally Enormous Extinct Dinosaurs
- Greenville Festival
- Simian Mobile Disco
- Young Man
- Here We Go Magic
- Die Selbstkritik der Woche
- Dossier: Echo-Verleihung
- Grimes
- Nicolas Jaar
- MS Dockville
- Marbert Rocel
- Damon Albarn
- Sufjan Stevens
- iamamiwhoami
- We Are Augustines
- Enno Bunger
- Giana Factory
- Tanlines
- IAMDYNAMITE
- Soulsavers
- Best Coast
- Beach House
- Soulsavers
- Beyoncé
- 2Raumwohnung
- Adele
- Abba
- Wizo
- Soko
- Wolf Parade
- SebastiAn
- The Kooks
- 1990s
- Neil Young
- A
- The Ting Tings
- Slipknot
- Taylor Swift
- Annie
- Winson
- The Last Shadow Puppets
- Jennifer Rostock
- Katy Perry
- Basia Bulat
- Machine Head
- Die Ärzte
- The Black Atlantic
- Wir sind Helden
- Lil Wayne
- Angus & Julia Stone
- Simple Plan
- Mount Eerie
Anderson
Anderson: Weradioanderson
"Quiet Is the New Loud" war der konstruierte Schlachtruf, den man vor knapp fünf Jahren eine Saison verfolgte. Tonangeber und unfreiwillige Schlachtruferfinder waren die norwegischen Kings Of Convenience, deren jene Parole tragendes, minimal-akustisch gehaltenes Debütalbum allerorten entzückte und eine handvoll Gleichgesinnte - beispielsweise die Turin Brakes - in den Folgejahren zu ähnlichen musikalischen Hochleistungen anspornte.
So ist denn das Vorhaben der beiden Niederländer Bas van Niens und Jeroen van der Werken, zusammen Anderson, löblich: "Kings Of Convenience meets The Postal Service meets Simon & Garfunkel" posaunt der Promo-Wisch.
Und in der Tat schreit das Debüt "Weradioanderson" nach den Aufgezählten, will "loud" in der emotionalen Geste (siehe Kings Of Convenience), "sophisticated" im musikalischen Anspruch (siehe The Postal Service) und dennoch radio-kompatibel (genau, Simon & Garfunkel) sein. Doch Anderson klingen und wirken letztendlich nur corny und clumsy, sausen ungebremst verkitscht und ungeschickt an den Vorgaben der promo-zitierten Genre-Leittiere vorbei.
Wenn Kings Of Convenience-Crooner Erlend Oye auf der gleichnamigen 'DJ Kicks' in einigen Tracks etwas neben der Spur mitsingt, wirkt das spontan, leicht und auf eine gewisse Art und Weise erhaben. Wenn die Jungs von Anderson hingegen betont neben der wabernden Elektro-Spur zum lieblichen
Akustik-Gitarren-Klang singen, klingt das leider so, als hätten sie sich an den Pril-Blumen verschluckt, die sie mit ihrer Siebzigerjahre-Werbesong-Melodik heraufbeschwört haben. Jungs, also mal ehrlich: Neeee.
Ich will das Holland-Klischee-Fass gar nicht aufmachen, aber das hier kann ich mir nicht verkneifen: Frau Antje bringt angeschimmelten
Indie-Gefrickel-Käse aus Holland.
Text: Heiko Reusch
So ist denn das Vorhaben der beiden Niederländer Bas van Niens und Jeroen van der Werken, zusammen Anderson, löblich: "Kings Of Convenience meets The Postal Service meets Simon & Garfunkel" posaunt der Promo-Wisch.
Wenn Kings Of Convenience-Crooner Erlend Oye auf der gleichnamigen 'DJ Kicks' in einigen Tracks etwas neben der Spur mitsingt, wirkt das spontan, leicht und auf eine gewisse Art und Weise erhaben. Wenn die Jungs von Anderson hingegen betont neben der wabernden Elektro-Spur zum lieblichen
Akustik-Gitarren-Klang singen, klingt das leider so, als hätten sie sich an den Pril-Blumen verschluckt, die sie mit ihrer Siebzigerjahre-Werbesong-Melodik heraufbeschwört haben. Jungs, also mal ehrlich: Neeee.
Ich will das Holland-Klischee-Fass gar nicht aufmachen, aber das hier kann ich mir nicht verkneifen: Frau Antje bringt angeschimmelten
Indie-Gefrickel-Käse aus Holland.
Text: Heiko Reusch
Links
