Yes. I'm A Witch

Alben von Yoko Ono

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Der Albumtitel ist natürlich augenzwinkernd gemeint. Das Ende der Beatles ist bald 40 Jahre her, aber noch heute gilt Yoko Ono vielen lediglich als die Frau, die Paul McCartney John Lennon ausspannte. Dass die "böse Japanerin mit ihrem avantgardistischen Kunstquatsch" auch eine höchst komplexe, wegweisende Sängerin und Musikerin war, ohne die es heute Björk und Co.
vielleicht nicht geben würde, vergisst man darüber gerne mal. Doch Yoko Ono, die mittlerweile auch schon stolze 74 wird, hat auch Fans! Die spannendsten von ihnen haben sich für "Yes, I'm A Witch" Onos Songs vorgeknöpft und gesampelt (meist mehr die Vocals als die Musik) und daraus ganz neue, aufregende Stücke geschaffen. Wer also mittlerweile darüber hinweg ist, dass John Lennon sich von dieser Frau die Kunst und die Friedensbewegung zeigen ließ, dürfte erfreut sein, dass auch Yoko Onos Zusammentreffen mit den Flaming Lips, Cat Power, Le Tigre, Peaches, Antony (von Antony And The Johnsons) oder Hank Shocklee (von Public Enemy) kreative Früchte trug. Porcupine Tree, Sleepy Jackson oder Polyphonic Spree sind auch mit dabei, und obwohl alle Künstler in ihrem angestammten musikalischen Rahmen bleiben, gewinnen die Songs durch Onos Vorlagen einiges an Sprengkraft.

Text: Patrick Heidmann

Label: Astralwerks/Labels/EMI

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