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The National
The National: Boxer
Mit dem Dot-Com-Boom haben sie das schnelle Geld gemacht. Mit ihrer Band haben sie es langsam wieder ausgegeben. Musikkritiker liegen ihnen zu Füßen – das Publikum liegt zu Hause ... sieben Jahre und drei Alben lang. Bis endlich der Knoten platzt und die Fans in Scharen kommen.
Name: The National
Mitglieder: zwei Brüderpaare und ein Sänger
Herkunft: Cincinnati, Ohio. Gegründet haben sie sich 1999 in New York
Aktuelles Album: „Boxer“ – es ist ihr viertes
Musikstil: orchestraler Kammerpop
Seilschaft: Zum engeren Kreis zählen Sufjan Stevens, Arcade Fire, Clap Your Hands Say Yeah
Besondere Kennzeichen: Der tiefe Bariton von Sänger Matt Berninger
Musik von The National ist genau das, womit man eine Party ausbremst. Trübe Stimmung kommt auf, wenn Matt Berninger seine Lieder von närrischen, gebrochenen Personen singt.
Es sind Figuren, die sanft und leise scheitern, die nicht mal als letzte durchs Ziel gehen, weil sie schon vorher stolpern und fallen. Fast will man sich abwenden von all der Miesepetrigkeit – sänge Herr Berninger nicht mit Bewunderung für seine vergeblichen Helden. Sie erheitern ihn:
Matt Berninger mag seine Verlierer. Er umarmt sie, und genau diese Zuneigung, sein mitfühlendes Vergnügen, verleiht den nebelgrauen Liedern von The National einen bescheidenen Glanz. Immer klingt noch ein Fünkchen Lebensfreude mit.
Wer den Sänger einmal live erlebt, ist fasziniert von seiner Aufgewühltheit. Mit geschlossenen Augen, beinah' sein Mikrofon zerquetschend, barmt er um Mitgefühl, hüpft gebückt durchs Publikum oder erklimmt die Scheinwerferanlage.
Euphorie und Alkohol. Ein bis zwei Flaschen Wein trinkt Matt Berninger während eines Konzerts. Wenn aber Aufnahmen zu einem neuen National-Album anstehen, laufen die Dinge anders. Gitarrist Bryce Dessner gibt Ernüchterndes zu Protokoll.
Hinter den Kulissen gibt nicht Sänger Matt den Ton an – alle haben ein Wörtchen mitzureden. Und so ist es kein Wunder, dass bei The National die Uhren langsamer ticken. Es ist eher ein Wunder, dass ihnen dabei Songs gelingen, deren Schönheit zeitlos ist.
Name: The National
Mitglieder: zwei Brüderpaare und ein Sänger
Herkunft: Cincinnati, Ohio. Gegründet haben sie sich 1999 in New York
Aktuelles Album: „Boxer“ – es ist ihr viertes
Musikstil: orchestraler Kammerpop
Seilschaft: Zum engeren Kreis zählen Sufjan Stevens, Arcade Fire, Clap Your Hands Say Yeah
Besondere Kennzeichen: Der tiefe Bariton von Sänger Matt Berninger
Musik von The National ist genau das, womit man eine Party ausbremst. Trübe Stimmung kommt auf, wenn Matt Berninger seine Lieder von närrischen, gebrochenen Personen singt.
Matt Berninger mag seine Verlierer. Er umarmt sie, und genau diese Zuneigung, sein mitfühlendes Vergnügen, verleiht den nebelgrauen Liedern von The National einen bescheidenen Glanz. Immer klingt noch ein Fünkchen Lebensfreude mit.
Wer den Sänger einmal live erlebt, ist fasziniert von seiner Aufgewühltheit. Mit geschlossenen Augen, beinah' sein Mikrofon zerquetschend, barmt er um Mitgefühl, hüpft gebückt durchs Publikum oder erklimmt die Scheinwerferanlage.
Euphorie und Alkohol. Ein bis zwei Flaschen Wein trinkt Matt Berninger während eines Konzerts. Wenn aber Aufnahmen zu einem neuen National-Album anstehen, laufen die Dinge anders. Gitarrist Bryce Dessner gibt Ernüchterndes zu Protokoll.
Hinter den Kulissen gibt nicht Sänger Matt den Ton an – alle haben ein Wörtchen mitzureden. Und so ist es kein Wunder, dass bei The National die Uhren langsamer ticken. Es ist eher ein Wunder, dass ihnen dabei Songs gelingen, deren Schönheit zeitlos ist.
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