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Während sich die Followill-Brüder auf dem grandiosen Vorgänger "Because Of The Times" auf eine Art spirituelle Suche begeben hatten auf denen alle Pfade zwischen Southern Rock, Folk, Psychedelia, Prog, Pop und Rock bewandert wurden und auch exzessivere Jam und Perkussions-Parts ihre beschwörerische Berechtigung hatten, fällt "Only By The Night" im direkten Vergleich nun doch wieder deutlich fokussierter aus. Mag der Opener "Closer" auch noch etwas von dieser traumwandlerischen Trance-Stimmung, so kommt auf ‚Crawl' die U2-Gitarre wieder zum Einsatz, nur um sich bei "Sex On Fire" in eine imaginäre Jamsession besagter irischer Ikonen mit Bruce Springsteen und Creedence Clearwater Revival zu verwandeln. "Use Somebody" hingegen ist ein rein hymnisches Hallelujah im Schatten des mächtigen Joshua Trees, eine Ode an ein längst vergessenes, da nie existentes, New Wave-Americana.
Und so geht die Rock-Reise durch unbekannte Weiten weiter, wenn auch, wie eingangs bereist erwähnt, nicht zu Pferd und Fuß, sondern diesmal im langsam tuckernden Zug. Das exquisite "Seventeen" zitiert dann noch mal Herrn Springsteen im Geiste herbei, "Notion" ist ein staubiger Fußabdruck im Prärie-Prediger-Pop-Sinne, während beispielsweise "Be Somebody" die bittersüße Selbstbewusstseins-Bekundung einer Band ist, die ihren Weg gefunden hat und mit dem fragil-flehenden und sphärisch flirrenden "Cold Desert" Trost und Wärme in der Nacht spendet.
Bei Licht betrachtet erweist sich "Only By The Night" als starkes, wenn auch seinen Vorgänger an atmosphärischer Intensität nicht übertreffendes, Album. Und das ist heutzutage schon mal mehr, als man erwarten darf. Wenn "Because Of The Times" mit seiner Frickeligkeit die Kings Of Leon-Scheibe für die Jungs war, dann ist das hier das ausgleichende Geschenk an das andere Geschlecht. Sexy und verträumt.
Frank Thießies
VÖ: 19.09.2008
Label: Sony BMG
Trackliste:
01. Closer
02. Crawl
03. Sex On Fire
04. Use Somebody
05. Manhattan
06. Revelry
07. 17
08. Notion
09. I Want You
10. Be Somebody
11. Cold Desert
Bei Licht betrachtet erweist sich "Only By The Night" als starkes, wenn auch seinen Vorgänger an atmosphärischer Intensität nicht übertreffendes, Album. Und das ist heutzutage schon mal mehr, als man erwarten darf. Wenn "Because Of The Times" mit seiner Frickeligkeit die Kings Of Leon-Scheibe für die Jungs war, dann ist das hier das ausgleichende Geschenk an das andere Geschlecht. Sexy und verträumt.
Frank Thießies
VÖ: 19.09.2008
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01. Closer
02. Crawl
03. Sex On Fire
04. Use Somebody
05. Manhattan
06. Revelry
07. 17
08. Notion
09. I Want You
10. Be Somebody
11. Cold Desert
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verdammt gutes album... :)
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