AC/DC bedrohen Bestand seltener Vogel-Spezies

Aufgrund der gewaltigen Dezibel-Zahl auf Konzerten der australischen Hard-Rocker AC/DC sieht der Bird-Life-Aktivist Hans Uhl eine ganze Vogel-Spezies in Gefahr und ruft zum Protest gegen ein am 22. Mai geplantes Konzert in Österreich auf.
80 000 Fans müssten bei einer Absage des fast ausverkauften Konzerts auf dem Flugfeld von Wels vertröstet werden. Laut Hans Uhl, Landeschef des WWF, bedrohe die Lautstärke den seltenen Brachvogel allerdings maßgeblich. 120 Dezibel dröhnten direkt vor den Boxen aus der PA-Anlage der Altrocker. Naturschützern zu Folge zuviel für den Vogel, der sich zum Show-Zeitpunkt mitten in der Brutzeit befinde. Neben dem österreichischen Wels ist das Tier nur noch an wenigen Plätzen weltweit ansässig. Im Konzert-Gebiet brüteten momentan außerdem Feldlerche und Kiebitz. „Das sind 300 Bodenbrüter-Paare, die Gelege oder Jungen im Stich lassen“, befürchtet Uhl. „Wir haben nichts gegen das Konzert, aber bitte nicht zu diesem Zeitpunkt.“
Bislang halten die Veranstalter am AC/DC-Gig fest. Heute soll es die erste Verhandlung zwischen Veranstaltern, Naturschützern und Vertretern der Stadt Wels geben.
Auch im bayrischen Unterhaching gab es letztes Jahr Dezibel-Diskussionen: Circa einhundert Anwohner beschwerten sich über die Lautstärke des 40-Kilometer entfernten Rock-Konzertes im Olympia-Stadion (motor.de berichtete).

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