Ok Go verlassen EMI

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Die amerikanische Indieband Ok Go wird EMI verlassen und das Album „Of The Colour Of Blue Sky“ über ihr eigenes neues Label „Paracadute Recordings“ weiter promoten. Grund für das Auseinandergehen war, dass das Einbetten ihrer YouTube-Musikvideos von EMI verboten und damit deren Verbreitung im Internet ein Riegel vorgeschoben wurde, wie Frontmann Damian Kulash Jr. über die New York Times bekannt gab. „Meine Band ist berühmt für Musikvideos. Wir drehen sie selbst oder mit Hilfe von Freunden, mit sehr knappen Mitteln und wie auch unsere Songs, Alben und Konzerte sehen wir sie als kreative Arbeit und nicht als Marketing-Spielzeug unserer Plattenfirma!“

Bekannt geworden sind OK GO durch ihr ausgefallenes Video zu „Here It Goes Again“ von 2006, wo sie sich auf Laufbändern passend zu ihrer Musik bewegen. Dieses Video stellte die Band ohne die Genehmigung von EMI ins Internet und handelten sich damit ein Vertragsfoul ein. Seitdem benötigt die Band die Zustimmung von EMI, Kopien der Songs, die sie finanzierten, zu spreaden.

Als die Absatzzahlen verkaufter Platten zurückgingen, war YouTube zwar dazu bereit, einen kleinen Betrag für jeden Streaming-Klick zu zahlen. Aber nur für Videos, die tatsächlich auf YouTube abgespielt werden, nicht für solche, die auf Blogs oder Internetseiten eingebettet wurden und dort abgespielt werden. Folglich verbot EMI das Einbetten von YouTube-Videos und nahm der Band, das was sie berühmt machte. „Die Klickzahlen für unser „Tretband-Video sanken um 90%, von 10.000 auf ungefähr 1.000!“, so Kulash.

Im Zuge der Veröffentlichung des neuen Albums „Of The Colour Of Blue Sky“ wurden ebenfalls Videos gedreht. Besonders der Streifen zu „This Too Shall Pass“ erregte durch seine abermalige Exklusivität große Aufmerksamkeit - vor allem unter Internetusern und Bloggern (motor.de berichtete). "Blogs, Websites und Online-Videoplattformen dienen als kulturelle Kuriere, die täglich Themen sammeln, welche das Publikum am Meisten interessieren," schreibt Kulash, "dadurch, dass unsere Plattenfirma diese Macht der Geschmacksmacher ignoriert, schneidet sie sich ins eigene Fleisch!”

Um dem entgegen zu wirken, trennten sich Ok Go von EMI. Nun ist es ihnen wieder möglich alle Funktionen und Möglichkeiten des World-Wide-Webs zu nutzen. „Man muss die eigentliche Funktion des Internets erkennen!“, fordert Ok Go-Frontmann Kulash, der sich schon Anfang des Jahres bei allen Fans wegen des Sperrens der Videos entschuldigte (motor.de berichtete). „Das natürliche Streuen von Streaming-Videos zu beschränken, kommt nicht dem Endgewinn der Firma zu Gute oder der Musik, die dadurch unterstützt werden soll. Je früher Plattenfirmen das einsehen, desto besser – obwohl ich Angst habe, dass es schon zu spät ist.“

Erst letztens machte Plattenfirma EMI Schlagzeilen, als sie sich mit Rock-Urgestein "Pink Floyd" anlegte (motor.de berichtete).

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