12-jähriger Protagonist verteidigt M.I.As brutales Video "Born Free"

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In der vergangenen Woche ist M.I.As Video „Born Free“ aus dem dritten Lonplayer, welcher hierzulande am 28. Juni in den Regalen stehen wird, erschienen (motor.de berichtete).

Seit der Veröffentlichung gab es einige heftige Diskussionen um den Clip, der von YouTube vollkommen von der Video-Plattform gelöscht wurde. Im Kurzfilm zu sehen, ist eine amerikanische Spezialeinheit, die explizit roothaarige Jugendliche und Kinder jagt, gefangen nimmt und über Minenfelder hetzt. Besonders schockierend ist der Kopfschuss des 12-jährigen Jungen, der in Zeitlupe zu sehen ist. Ian Hamrick - Protagonist des Clips - nimmt bei tmz.com nun Stellung zu dem heftig dargestellten politischen Statement gegen Rassismus jeder Art und verteidigt die Künstlerin M.I.A:
Ich denke, sie versuchte bewusst Gewalt zu beleuchten, um sie zu beenden. Das Video ist definitiv nichts für Kinder – noch nicht einmal ich habe den gesamten Clip gesehen – aber an alle Erwachsene, die Genozid im wahren Leben betreiben: Italiener, Afrikaner – egal wem gegenüber, es bleibt Völkermord […].“
Hier noch einmal der Clip:

Laut Rolling Stone schweigt der Regisseur Romain Gavras, der bekannt ist für seine kontroversen Clips. Bereits beim Videodreh der Band Justice zum Song "Stress" stand der umstrittene Regisseur hinter der Kamera. Außerdem soll der Franzose auch M.I.A gebeten haben, zu schweigen. Doch in der Welt am Sonntag äußerte sich die 32-jährige dann doch:
Na ja, im Grunde ist es eine Antwort auf Lady Gagas "Telephone"-Video. Nur, dass unser Film in einem verwahrlosten Apartmenthaus beginnt und nicht in einem Gefängnishof. Dass bei uns die Leute auf einem Feld sterben und nicht in einem Restaurant. Und dass bei Gaga die Frauen die Macht haben und nicht die Männer.

 
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Sonny
Sonny vor 767d 6h 

Also an sich find ichs schon okay wenn der Regisseur zu der Sache schweigt, soll sich jeder sein eigenes Bild machen.

Rammstein zum Beispiel haben selten ihre Songs/ Videos kommentiert, Lieder wie "Stein um Stein" oder "Mein Teil" lassen Interpretationsraum fuer jeden, gerade das macht ja die Sache so interessant.

Was ich jedoch nicht verstehe ist das das Video ja sowieso schon ne "gute" PR ist (im Sinne von man wird gesehen/ gehoert), warum versucht sie aber die Sache zu "mildern"?

Statt die kuenstlerische und vorallem provokante Seite anzuerkennen  wird die Sache mit Lady Gaga verglichen, was absolut an den Haaren herbeigezogen ist.

Trotzdem muss ich sagen das selbst ihr Kommentar meine Einstellung zum Video nicht beeinflusst hat, Lady Gaga kommt mir beim zuschauen nicht im entferntesten in den Schaedel.

 

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sky
sky vor 767d 22h 

is auf jedenfall ein sehr schmuckes video und der song erst :) 

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mr_tom
mr_tom vor 769d 11h 

12 Euro Eintritt im BBC - das ist 'ne Masse Geld. Und falls Sie nur Videos außer Frage stellen wollen - nennen Sie mich VHS... P.S.: Dieses opportunistische Verteidigen von Sch**** geht echt auf den Sender; Ihr kleines du ist vielleicht hilfreich im Motor-Imperium - ich habe keinen Bock auf Leute, die Zitate verstehen und sich dumm stellen.

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christoph.berger
christoph.berger vor 769d 19h 

...und du bist Teil der Masse, oder nicht?

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mr_tom
mr_tom vor 769d 19h 

'Alle Formen der öffentlichen Hinrichtung hängen an der alten Übung des Zusammen-Tötens. Der wahre Henker ist die Masse, die sich um das Blutgerüst versammelt. Sie billigt das Schauspiel; in leidenschaftlicher Bewegung strömt sie von weither zusammen, um es von Anfang bis Ende mitanzusehen. Sie will, daß es geschieht, und sie läßt sich das Opfer nicht gern entgehen.' Elias Canetti, 'Masse und Macht', Fischer Taschenbuch Verlag GmbH, Frankfurt a. Main

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christoph.berger
christoph.berger vor 769d 20h 

Das das Video gelungen ist, steht ja mal außer Frage: Der Mann versteht sein Handwer schon. Dass der Clip krass und das dann natürlich immer mit einem Medienhype einhergeht, ebenfalls. Ich würde daraus jetzt aber keinen Staatsakt machen. Manchmal ist ein Video eben einfach ein Video und ähnliche Sachen sind in Filmen stets und ständig zu sehen, nur da pappt man dann nen FSK-Stempel drauf und fertig iss die Laube. Wieso schockt das dann bei der Form des Musikvideos alle so?

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alex.beyer
alex.beyer vor 769d 21h 

Wenn das Medium Musikvideo dazu genutzt wird, auf Missstände und Ungerechtigkeit aufmerksam zu machen, oder genauer gesagt wie in diesem Fall einfach nur unverblümt draufgehalten wird, wenn Minderjährige hingerichtet werden, hat der irritierte Zuschauer meiner Meinung nach sehr wohl das Recht auf ein Statement der Urheber. Hin und wieder ist es zwar möglich, Sachen einfach so stehen zu lassen, aber hier unterstreicht dieses Undercovergehabe nicht etwa die versuchte Kritik, sondern führt eher dazu, den Künstler und sein "Werk" in Frage zu stellen. Schwache Leistung, da nehmen sich sowohl Regisseur als auch Interpretin nichts. Schade, denn das Video ist sehr gelungen.

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FranziLi
FranziLi vor 769d 21h 

M.I.A. hat durch ihre Aussage versucht PR zu machen. sehr schlecht!

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geli.megyesi
geli.megyesi vor 769d 21h 

yep, als ob er es gewusst hätte, was sie für nen müll von sich gibt... ;-) aber mal im ernst: macht es sich der regisseur nicht ein bisschen zu einfach? man kann doch nicht so ein video drehen und dann die ganze verantwortung von sich schieben, in dem man schweigt...ist es nur pr oder steckt da wirklich ein politisches statement dahinter? irgendwie traue ich der ganzen sache nicht...

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Sonny
Sonny vor 770d 5h 

Er hatte recht, sie haette schweigen solln.

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